Peter Giebel (von links), Andreas Kircher, Frank Rauschenberg und Berthold Göllmann sind überzeugt, dass der Romo-Wagen ein echter Hingucker wird. / Foto: Sabrina Mehler

Vorbereitungen für Malgeser Jubiläumsumzug laufen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Malges - Es ist ziemlich beengt, die Scheune nicht viel größer als der Umzugswagen selbst. Eine Neon-Lampe über den Köpfen spendet spärliches Licht. Mit guter Laune und geradezu künstlerischem Ehrgeiz sind die Malgeser Narren vom Elferrat derzeit dabei, ihren Wagen zu verzieren, der beim Umzug durch den Hünfelder Stadtteil nach fünf Jahren Pause endlich wieder zum Einsatz kommt.

Von unserem Redaktionsmitglied Sabrina Mehler Die Vorfreude bei den Malgesern ist groß, zumal es sich in diesem Jahr um einen Jubiläumsumzug handelt. Zum einen feiere der Malgeser Carneval Verein (MCV) sein 45-jähriges Bestehen, erklärt Vorsitzender Berthold Göllmann. Zum anderen rollen die Wagen bald zum zehnten Mal durch den kleinen Hünfelder Stadtteil. Wobei letzteres Jubiläum noch nicht ganz geklärt ist. Denn zwar wird in der vereinseigenen Chronik von einem Umzug im Jahr 1973 berichtet, bloß kann sich keiner so richtig dran erinnern. Sollte die Chronik die Wahrheit sagen, wäre es 2016 schon die elfte närrische Prozession – „aber die Zahl elf ist im Fasching ja sowieso immer ein Grund zum Feiern”, sagt Göllmann lachend. Göllmann übrigens, so sagt es sein Stellvertreter Peter Giebel, sei der „geborene Narr”. Dabei sind das in Malges ziemlich viele. Denn laut Göllmann sind in dem 270 Einwohner zählenden Ort sage und schreibe („plus minus”) 111 Menschen Mitglied im MCV – eine beachtliche Zahl. Das älteste Mitglied ist 90 Jahre alt, das jüngste gerade mal sechs Jahre. Mit Umzug durch den Narren-Dschungel Alle fünf Jahre findet ein Umzug statt, im Februar 1972 rollte er zum ersten Mal. Und schon damals wurde es deutlich, dass die Malgeser die Fastnacht nutzen, um ein paar ihrer politischen Forderungen in Richtung der Hünfelder Stadtväter loszuwerden. Göllmann und Giebel engagieren sich in der Fastnacht wegen des großen Zusammengehörigkeitsgefühls, aber auch einfach wegen der schönen Tradition. Seit Weihnachten etwa laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Nur der Umzugswagen des Elferrates ist noch ziemlich blitzeblank. Andreas Kircher schnappt sich deshalb den Pinsel und legt los. Ein Overhead-Projektor wirft Figuren auf die Bretter, die am Fahrzeug schon befestigt sind. Langsam und ganz vorsichtig, zeichnet Kircher die Ränder nach, und irgendwann wird sichtbar, was es werden soll. So viel sei verraten: Die künstlerischen Malereien werden ziemlich gelb und zeigen quietschfidele Figuren. Den kompletten Artikel lesen Sie in der Printausgabe und im E-Paper.

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