Foto: Karl-Heinz Bukhardt

Waldflächen wurden sehr positiv bewertet

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hofaschenbach - Fichtennadelholz ist derzeit äußerst gefragt, erzielt Höchstpreise und wird knapper. Dies berichtete Norbert Diener, stellvertretender Leiter des Forstamtes Burghaun, bei der Jahreshauptversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Burghaun.

Zu Beginn der Veranstaltung legte Vorsitzender Bürgermeister Hermann-Josef Scheich (parteiunabhängig) den Geschäftsbericht 2013 vor. 14 800 Festmeter verschiedener Holzarten wurden demnach im Auftrag von 67 Mitgliedern umgesetzt, rund 1000 Festmeter weniger gegenüber dem Jahr zuvor. Der größte Posten mit 3000 Festmetern und einem Erlös von 30 400 Euro kam aus den Waldungen der Gemeinde Nüsttal. Zur FBG Burghaun zählten Ende 2013 die Kommunen im Altkreis Hünfeld, 14 Waldgesellschaften, 24 Forstbetriebsvereinigungen sowie Großprivatwald. Die Mitgliederfläche erhöhte sich auf rund 6400 Hektar, wovon 3308 Hektar nach PEFC-Richtlinien zertifiziert sind. Vorsitzender Scheich erläuterte den Kassenbericht 2013 des verhinderten Geschäftsführers Werner Heimroth. Demnach beliefen sich die Einnahmen auf 12 227,81 Euro, die der Ausgaben auf 8610,40 Euro. Der Kassenbestand betrug abschließend 67 227,11 Euro. Dem Haushaltsvoranschlag für 2014, basierend auf dem von 2013, wurde ebenso einstimmig zugesprochen wie der Entlastung von Vorstand und Geschäftsführung. Aufgrund des finanziellen Polsters in der Kasse führten die Stimmberechtigten eine Satzungskorrektur herbei, wonach die Mitgliederbeiträge und eventuelle allgemeine Beiträge jeweils von der Mitgliederversammlung festgesetzt werden. Dadurch ist möglich, Beiträge für mehrere Jahre voll auszusetzen. Der Waldbegang 2013 führte in die 400 Hektar umfassenden Waldungen von Gaudecker in Hohenwehrda. Am 5. September dieses Jahres ist das Ziel der Waldlehrfahrt der Heizungshersteller Vissmann in Allendorf (Eder) mit eigenen 170 Hektar Kurzumtriebsplantagen. Im Rahmen der Forstförderung 2014 stehen in Hessen 3,5 Millionen Euro bereit, teilte Norbert Diener mit. Allerdings müssten Anträge bis zum 1. Mai unter anderem für Wegebaumaßnahmen, Herbstkulturpflanzungen und Waldumbau eingereicht sein.

Was die Sägewerke betrifft, vollziehe sich in seinen Augen derzeit eine "Flurbereinigung". Viele Mittelständler würden sich verabschieden, da die Bundesrepublik sich insbesondere nach "der Wende" zum größten Sägemarkt entwickelt habe. Deutsche Rundholzpreise könnten auf dem europäischen Schnittholzmarkt zu schwer weitergegeben werden. In der Holzbranche gebe es keine Probleme, so der Forstmann. Er rief die Waldbesitzer dazu auf, ihre Forstflächen wegen eines gesicherten Holzabsatzes zertifizieren zu lassen. Die PEFC-Zertifizierung stelle sicher, dass Wälder nach strengen ökologischen, ökonomischen und sozialen Kriterien bewirtschaftet werden. Zum ersten Mal wurden verschiedene Flächen in der FBG Burghaun von einem Auditor "unter die Lupe" genommen und "insgesamt sehr positiv" umschrieben, wie Scheich mitteilte. Ferner erinnerte Forstbeamter Diener daran, den Borkenkäferbefall in den Nadelwäldern im Auge zu behalten, und möglichst frühzeitig einzugreifen wenn erste Schäden sichtbar würden. / bh

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