Viola Sydow aus Wetzlos und ihr Freund Janik Helwig wollen auf die Gefahr des Diebstahls eines Weidezaungeräts aufmerksam machen. Im Hintergrund ist die Autobahnbrücke über die A 7 zu sehen.
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Wollen auf die Gefahr des Diebstahls eines Weidezaungeräts aufmerksam machen: Viola Sydow aus Wetzlos und ihr Freund Janik Helwig.

Ernste Folgen

Diebstahl eines Weidezaungeräts an der Autobahn 7: Gefahr für Mensch und Tier

Das hätte auch schiefgehen können: Ausgerechnet an einer oberhalb der Autobahn 7 gelegenen Pferdekoppel haben unbekannte Täter ein Weidezaungerät gestohlen.

Haunetal - Die Wiese, die sich an einem zwischen Schletzenrod und Wetzlos abzweigenden Feldweg befindet, hat Viola Sydow gepachtet. Zwölf ihrer insgesamt 43 Zuchtpferde stehen dort, davon fünf Fohlen. Die mit einem Stromzaun und 9000 Volt gesicherte Wiese liegt direkt neben beziehungsweise oberhalb der A 7 und könnte ungesichert schnell zur Gefahr für Mensch und Tier werden.

„Die Tiere merken schnell, wenn der Strom aus ist“, sagt die 33-Jährige. Zwar sei der Abhang zur Autobahn mit einem Wildzaun gesichert, doch auf der anderen Seite der Brücke gebe es durchaus die Möglichkeit hindurchzukommen, gerade für die Jungtiere, berichtet Sydow.

Pferdezüchterin macht Diebstahl des Weidezaungeräts öffentlich, um zu sensibilisieren

„Ich habe schon einige Pferdeunfälle gesehen“, erzählt die Wetzloserin. „Das möchte man sich wirklich nicht vorstellen.“ Würden die großen und schweren Tiere frontal erfasst, könnten sie regelrecht „rasiert“ werden oder auch durch die Scheibe schlagen. Das ist nicht nur für die Tiere tödlich, sondern für die Insassen lebensgefährlich. Auch auf der Brücke stehend könnten die Tiere Auto- oder Lkw-Fahrer ablenken oder erschrecken, und natürlich könnten die Pferde auch auf andere Straßen in der Nähe laufen.

Viola Sydow möchte den Diebstahl deshalb öffentlich machen. „Wahrscheinlich ist den Tätern die Gefahr gar nicht bewusst“, vermutet sie. Zudem will sie mögliche Zeugen sensibilisieren. Um den Sachschaden in Höhe von rund 700 Euro gehe es ihr weniger, betont die 33-Jährige.

Diebstahl des Weidezaungeräts: War es ein Streich oder waren Profis am Werk?

Sydow hat alle ihre Weiden in Haunetal mit Strom gesichert. Ein Holzzaun würde nicht ausreichen, von den Kosten und den Löchern im nur gepachteten Boden einmal abgesehen. Passiert sein müsse der Diebstahl zwischen vergangenem Mittwochmorgen und Donnerstagnachmittag.

Die Züchterin schaut täglich nach ihren Tieren, oft auch mehrmals am Tag. Ganz so abgelegen wie es scheine, sei die Weide auch nicht. „Hier kommen viele Spaziergänger, Jogger und Radfahrer vorbei“, weiß sie. Beobachtet oder mitgeteilt habe aber offenbar niemand etwas.

Ob es sich um einen Dummejungenstreich gehandelt hat oder Profis am Werk waren, darüber lässt sich freilich nur spekulieren. Dass Weidezaungeräte gestohlen werden, kommt immer wieder mal vor, wie den Polizeimeldungen zu entnehmen ist. Auch an Kuhweiden kann das ganz schnell gefährlich werden.

Lesen Sie hier: Polizei blitzt auf der A 7 - und ist schockiert

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