Die Fundamente für die vier Juwi-Anlagen bei Wehrda sind gegossen. Ab Februar plant Juwi  mit dem Errichten der Betonmaste zu beginnen. Die Marktgemeinde Burghaun möchte aber einen Baustopp erreichen. Auf dem Foto ist links oben die A 7 mit der Talbrücke Langenschwarz zu sehen. Die Häuser rechts oben gehören zu Wehrda.
+
Die Fundamente für die vier Juwi-Anlagen bei Wehrda sind gegossen. Ab Februar plant Juwi mit dem Errichten der Betonmaste zu beginnen. Die Marktgemeinde Burghaun möchte aber einen Baustopp erreichen. Auf dem Foto ist links oben die A 7 mit der Talbrücke Langenschwarz zu sehen. Die Häuser rechts oben gehören zu Wehrda.

Gemeinde soll Rechtsmittel einlegen

Windpark Wehrda: Burghaun soll auf Baustopp klagen

  • Hartmut Zimmermann
    vonHartmut Zimmermann
    schließen

Die Gemeindevertretung Burghauns hat einstimmig beschlossen, erneut gegen den Windpark-Bau bei Wehrda zu klagen. Erstes Ziel ist der Schutz der Trinkwasserbrunnen. Daher soll die Klage aufschiebende Wirkung haben: Falls sie positiv beschieden wird, müssten die Arbeiten zunächst ruhen.

Burghaun/Wehrda - Den Antrag hatten CDU, SPD und FDP gemeinsam formuliert und kurzfristig auf die Tagesordnung der Sitzung am Mittwochabend gebracht. Ziel ist es, beim Verwaltungsgericht einen Baustopp zu erwirken, bis geklärt ist, wie die Wasserschutzgebiete um die Rothenkirchener Tiefbrunnnen I und II zu bemessen sind. Die Wassereinzugsgebiete der Brunnen werden möglicherweise durch das Windkraftprojekt beeinträchtigt.

In der Antragsbegründung wird darauf hingewiesen, dass die Genehmigung zumindest von zwei der vier Anlagen ohne ausreichende gutachterliche Prüfung erfolgt sei. Die Fraktionen verweisen auf einen ähnlich gelagerten Fall aus dem Reinhardswald, wo die Vergrößerung der Wasserschutzgebiete die Windkraft-Planung stark beeinflusst habe. Zudem soll die Marktgemeinde gemeindliche Wege für den Schwerlast-Verkehr, der mit dem Windkraft-Projekt zusammenhängt, sperren, betonte CDU-Fraktionsvorsitzender Christian Heß, der den Punkt in der Sitzung erläuterte.

Gemeindevertreter-Sitzung in Burghaun: Windkraft das alles beherrschende Thema

Auch ein zweiter Antrag der drei Fraktionen hatte mit dem Thema Windkraft zu tun: Gemeinsam beschloss man bei einer Enthaltung, außerplanmäßig 100.000 Euro für ein vogelkundliches Gutachten bereitzustellen. Damit wolle man, angeregt durch entsprechende Aktivitäten der Bürgerinitiativen, eine belastbare Argumentationsgrundlage zur Hand zu haben, wenn in den Windkraft-Vorranggebieten FD 08 (nördlich von Steinbach), FD 10 (bei Rothenkirchen), FD 16 und 20 (südostwärts von Schlotzau) und FD 22 (beim Mittelberg) Anträge für Windenergieanlagen gestellt würden.

Ein solches Gutachten sei ein starkes Signal und angesichts der möglichen sehr hohen Belastung durch Windkraftanlagen auch eine Investition in die Zukunft Burghauns, sagte FDP-Gemeindevertreter Patrick Figge.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema