Die Leiche eines Rehs.
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So wurde das Reh auf dem Feld gefunden. Wurde es von einem Wolf gerissen?

War es ein Wolf?

Halb aufgefressenes Reh gefunden

  • Selina Eckstein
    vonSelina Eckstein
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Ein totes Reh ist am Dienstagmorgen vergangener Woche auf einem Feld in der Gemeinde Hauneck (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) gefunden worden. Das Reh war offenbar von einem Beutegreifer gerissen worden. Das Ergebnis einer DNA-Analyse steht allerdings noch aus.

Hauneck - Gegen 7 Uhr hatte ein Berufskollege von Heinrich Schott, der Jagdvorsteher in Fischbach ist, das gerissene Tier an der Landesstraße 3341 zwischen Fischbach und Erdmannrode gefunden. Daraufhin verständigte er den Jagdvorsteher.

„Das Reh hatte einen Kehlbiss und der hintere Teil des Tieres war komplett ausgefressen. Es waren nur noch die Knochen zu sehen“, sagte Schott. Er barg das Reh, legte es auf einen Hänger und deckte es mit einer Plane ab. So sollte verhindert werden, dass sich weitere Tiere an dem Kadaver zu schaffen machten.

„Für Luchs untypisch“

Ein Rissgutachter des Hessischen Wolfsmonitorings nahm dann am Nachmittag Proben an dem Tier. „Der Beauftragte sagte mir, dass die Spuren und der Ort für einen Luchs untypisch seien“, erläuterte der Jagdvorsteher, der davon ausgeht, dass ein Wolf das Reh gerissen hat.

Vor gut zwei Wochen hätte er einen Wolf in seinem Revier gesehen, sagte er. Außerdem berichtete Schott, dass im Nachbarrevier in Erdmannrode am vergangenen Wochenende ebenfalls ein Reh gefunden wurde, dass gerissen worden sei.

Ergebnis steht noch aus

Der genetische Nachweis darüber, welcher Beutegreifer für den Tod des Rehs verantwortlich war, steht allerdings noch aus. Wie das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte, wird die Probe parallel in der Wildtiergenetik in Gelnhausen eingereicht.

Das HLNUG rechnet erst in drei bis vier Wochen mit einem endgültigen Ergebnis, welches dann aber über die Webseite des Landesamts einsehbar ist.

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