Fotos: Oliver Reuter

„Ziemlich selten“: Eiterfelder Sturmjäger erklärt Gewitterfront von Sonntagnacht

  • VonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Region - Oliver Reuter ist „leidenschaftlicher Sturmjäger“, wie er selbst sagt, und auch angehender Diplom-Meteorologe. Der 21-Jährige aus Eiterfeld-Arzell sagt, dass es sich bei der Gewitterfront, die Sonntagnacht auf Osthessen zurollte, um eine relativ seltene, sogenannte LEWP-Wetterformation handelte.

Foto: Felix Weigl/www.facebook.com/sethpix

Über seine Beute als Sturmjäger informiert er unter anderem auf seiner Website im Internet unter www.wetter-arzell.de oder auf seiner Facebookseite. Wenn Reuter nicht gerade Unwetter jagt, studiert er Meteorologie beim Deutschen Wetterdienst. Ende September 2018 will er damit fertig sein, um dann als Wetterberater arbeiten zu können. Um noch mehr Leuten unter anderem von besonderen Wetter- und Wolkenformationen zu erzählen, wie bei der LEWP-Linie.

„Auf der Vorderseite bildete sich eine sogenannte Shelfcloud aus dem Abwind der Gewitter aus“, sagt Reuter und meint damit eine tiefe, horizontal ausgerichtete Arcus-Wolke in Keilform, die vor allem in Verbindung mit Böenfronten häufig auftritt. Daher auch der deutsche Begriff Böenwalze. „Die Shelfcloud über Osthessen besaß sogar zwei bis drei Stockwerke und war damit sehr gut ausgeprägt. Im Zusammenhang mit dem andauernden Geflacker war es vor allem für Fotografen ein tolles Motiv.“ / sar

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