Fotos: Freiwillige Feuerwehr

24-Stunden-Schicht und viele „Einsätze“ bei Berufsfeuerwehrtag

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Schlüchtern - Der Feuerwehrstützpunkt Schlüchtern wurde für die Jugendfeuerwehren aus Kressenbach und Schlüchtern unlängst zur Feuerwache. Die Jugendlichen erlebten während des Berufsfeuerwehrtages eine „24-Stunden-Schicht“.

Kressenbachs Jugendwehrwart Patrick Schreiber, dessen Schlüchterner Amtskollege Marius Müller und Sabrina Strott, Jan Jost, Julian Friedrichs und David Wunderlich hatten das Konzept erarbeitet. 14 Jugendliche nahmen teil und wurden von fünf Betreuern angeleitet (siehe unten).

Ölspur aus Kakao und Cola

Nachdem Stadtrat Willi Staaf (SPD), der stellvertretende Stadtbrandinspektor Andreas Leipold, Unterverbandsjugendfeuerwehrwartin Sabrina Strott, Kressenbachs stellvertretender Wehrführer David Wunderlich, Steffen Fieres (Vertreter der Schlüchterner Wehrführung) sowie die Vorsitzenden der Feuerwehrvereine Mirko Jahn (Schlüchtern) und Bernd Scheidemantel (Kressenbach) die Jugendlichen begrüßten, stand auch schon – noch während des Frühstücks – der erste Einsatz an: Eine „Ölspur“ in der Haager Hohle. Die „Ölspur”, ein Gemisch aus Kakao und Cola, wurde fachgerecht beseitigt.

Zurück auf der Wache stand Ausbildung auf dem Dienstplan: Fahrzeugkunde, Brennen und Löschen sowie die Ausstattung eines Rettungstransportwagens des DRK.

Hund in Not

Nach dem Mittag folgte der nächste Einsatz: Im Schlüchterner Freibad war ein Hund (aus Stoff) in Notlage. Schnell stellte sich heraus, dass auch eine Person in einen Schacht gestürzt war und gerettet werden musste. Die Jugendlichen brachten Mensch und (Stoff-)Tier in Sicherheit.

Der nächste Alarm: „Verkehrsunfall mit zwei eingeklemmten Personen.“ Die Jugendlichen sicherten und stabilisierten die Unfallfahrzeuge und retteten die Personen patientenorientiert, ehe die „Technische Rettung Schlüchtern“ den Einsatz von hydraulischen Rettungsgeräten demonstrierte. Und die Jugendlichen durften unter Anleitung selbst erste Erfahrungen damit sammeln.

Feuer im Baumarkt

Die folgende Pause wurde durch den nächsten Einsatz beendet: In einem ehemaligen Baumarkt in Schlüchtern war ein Feuer ausgebrochen – „Menschenleben waren in Gefahr“. Die Jugendwehren gingen zur Menschenrettung und Brandbekämpfung ins Gebäude. Die Drehleiter kam zum Einsatz. Die Fahrt damit war ein besonderes Erlebnis.

Personen vermisst

Nach dem Abendessen führte der nächste Alarm nach Kressenbach: „Holzhütten in Brand.“ Der Feuerschein war weithin sichtbar. Kaum hatten die Jugendlichen die Löscharbeiten beendet, erreichte sie die nächste Meldung: In einem Waldstück wurden mehrere Personen vermisst. Schnell wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet und der Bereich – auch mit Wärmebildkamera – abgesucht. Nachdem alle Vermissten gefunden und alle Gerätschaften verladen waren, rückte der Löschzug ein.

Am nächsten Morgen weckte ein Brandmelder-Alarm im ehemaligen Kaufhaus Langer die Teilnehmer. Nach einer Einweisung in die Funktionsweise von Brandmeldeanlagen und anschließender Kontrolle des Gebäudes konnte rasch Entwarnung gegeben werden. Zurück in der Wache wurden die Einsatzfahrzeuge gereinigt. Danach fand der Berufsfeuerwehrtag mit einem gemeinsamen Frühstück seinen Ausklang. / tim

Teilnehmer Leander Alt, Jana Bischof, Serhan Demirtas, Felix Dörr, Lisa Jandejsek, Finn Jörges, Jette Jost, Luca Rosenberger (alle Schlüchtern) Julian Fliedner, Lea Heil, Valentino Heumüller, Janina Leipold, Tobias Leipold, Sidney Schäfer (alle Kressenbach). Betreuer: Marius Müller, Sabrina Strott, Jan Jost (alle Schlüchtern), Patrick Schreiber, David Wunderlich (alle Kressenbach).

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