Sogenannte „erhöhte Schutzplanken“ an der A66-Talbrücke zwischen Ahl und Bad Soden verringern auch den Verkehrslärm entlang der Strecke. Das Bild zeigt von einem Standort in Ahl aus das Gebiet „Zum Traroth“ im Stadtteil Bad Soden.
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Sogenannte „erhöhte Schutzplanken“ an der A66-Talbrücke zwischen Ahl und Bad Soden verringern auch den Verkehrslärm entlang der Strecke. Das Bild zeigt von einem Standort in Ahl aus das Gebiet „Zum Traroth“ im Stadtteil Bad Soden.

Maßnahmen an Autobahnbrücke

An der A66 ist es leiser geworden: Das sagen die Ortsvorsteher zur Modernisierung der Lärmschutzwände

„Es ist viel leiser geworden.“ Einhellig bestätigen die Ortsvorsteher von Ahl und Bad Soden, Reinhold Dietrich und Winfried Kirchner, den Erfolg der Maßnahmen an der Autobahnbrücke.

Ahl/Bad Soden - Lange hatten Bürger beider Stadtteile den Lärm ertragen müssen. Nicht nur der übliche Motorenlärm, sondern vor allem „Klackgeräusche“ beim Überfahren der Übergangskonstruktionen von der Brücke auf den festen Boden nervten stark. In den zurückliegenden beiden Sommern wurden die Konstruktionen und Schutzplanken der Kinzigtalbrücke erneuert. Schon allein die Baumaßnahmen, die mit Geschwindigkeitsbeschränkungen einhergingen, wurden von den Menschen als positiv gesehen, weil sie weniger Lärm erlebten.

Sodens Ortsvorsteher Winfried Kirchner: „Wir müssen sagen, dass der Lärm für uns persönlich nachgelassen hat. Es ist ruhiger geworden.“ Und als Ortsvorsteher seien ihm nach der Maßnahme noch keine Klagen zugetragen worden.

Seinem Ahler Kollege Reinhold Dietrich geht es ähnlich: „Es ist absolut positiv, dass man das Klacken nicht mehr hört. Ich habe nichts Negatives, sondern nur Positives gehört.“ (Lesen Sie hier: Schwerer Unfall auf der A66: Crash mit vier Autos und einem Lkw).

Verkehrslärm an der A66: Ortsvorsteher berichten über Erfolg der Maßnahmen

„Die Maßnahmen an der Brücke haben etwas gebracht, es ist leiser geworden“, sagt Clemens Michel, der am Traroth in Bad Soden wohnt. Das bestätigt Frank Klüh aus der Heidebergstraße in Ahl. Ihn stört jedoch häufig der Fluglärm. Das gelte selbst dann, wenn es manchmal frühmorgens nur wenige Maschinen seien. Zudem sei der Lärm, den die Bahn verursacht, unverändert zu hören.

Einen Punkt nennen alle: die Lücke in Richtung Salmünster zwischen der Brücke und dem Bereich „Roter Rain“ (nahe des Judenfriedhofs). Wenn die Fahrzeuge von der Brücke in Richtung Salmünster fahren, „schlägt es richtig“, sagte jemand. Dort fehle noch ein Schutz gegen den Lärm.

Clemens Michel (Bad Soden): „Maßnahmen an der Brücke haben etwas gebracht“

Es sei besser geworden, aber bestimmte Geräusche wie etwa beim Überfahren der Übergangskonstruktionen, seien immer noch zu hören, sagt Heinz-Rudolf Ruppel, der als Bestatter am Sodener Friedhof bei Beerdigungen schon viele Störungen durch Verkehrslärm erlebt hat. Für ihn seien die getroffenen Maßnahmen kein echter Lärmschutz, sagt er. Und auch ihm fehlt eine Weiterführung an den Übergängen an beiden Seiten.

Wenn auch die Maßnahmen den Lärm minderten, werde sich ihre Wirkung wohl erst im kommenden Sommer richtig zeigen, ist die Meinung einiger. Erst wenn man die Fenster oft geöffnet habe und sich wieder mehr draußen aufhalte, könne man auch beurteilen, ob die erlebte Lärmminderung Folge der getroffenen Maßnahmen ist oder ob auch die während der Bauzeit geltende Geschwindigkeitsbegrenzung dazu beigetragen habe. (lis)

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