Eine Kulisse wie aus einem „Mad-Max“-Film: Abbruch-Stimmung am ehemaligen Langer-Kaufhaus.
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Eine Kulisse wie aus einem „Mad-Max“-Film: Abbruch-Stimmung am ehemaligen Langer-Kaufhaus.

Es steht nicht mehr viel

Die Abbruch-Arbeiten am Langer-Kaufhaus in Schlüchtern gehen zügig voran

Wer die Fassade des Langer-Kaufhauses sieht, der kann kaum erahnen, was im Hintergrund passiert. Denn es steht nicht mehr viel von dem dominanten Bau in Schlüchterns Mitte. 

Schlüchtern - Es erinnert an Dreharbeiten für einen Italo-Western: In Schlüchtern steht eine große Fassade. Doch hinter der Fassade des ehemaligen Kaufhauses Langer ist nicht mehr viel zu sehen. Außer Baumaschinen, Staub und Schutt – jede Menge Bauschutt. 

Wir betreten die Baustelle aus Richtung Lotichiusstraße. Der Eindruck hier: Endzeit-Szenario. Ein Schuttberg türmt sich auf und verdeckt den Blick auf die Kreissparkasse – die noch steht – fast gänzlich. Bagger stehen dort, wo früher geparkt wurde. Das „Twilight“? Nur noch das blaue Treppengeländer erinnert an den Kneipeneingang.

Das ehemalige Kaufhaus ist zu mehr als Zweidritteln abgebrochen. Vom Innenhof aus gucken wir direkt in das Gebäude. Im Obergeschoss deutet noch eine Wand darauf hin, dass hier einmal Camping-Zubehör verkauft wurde.  

Die Entrümpelung des Gesamtkomplexes ist nahezu komplett abgeschlossen. Die Entkernung biegt auch auf die Zielgerade ein. „Wir sind gut im Plan. Hier sind echte Profis am Werk“, lobt Bürgermeister Matthias Möller (parteilos) die Bauarbeiter, die sich sichtlich freuen.

Die Parkgarage ist komplett bis auf die Erdgeschossdecke niedergelegt. Etwa Zweidrittel der Kellerdecke im hinteren Bereich sind ebenfalls abgebrochen. Der eigentliche Kaufhausbereich ist auch bereits zu Teilen dem Erdboden gleichgemacht.

Das Abbruchmaterial türmt sich auf dem Innenhof auf. Es soll im Abbruchfeld der Parkgarage zerkleinert und sortiert werden. Daher kommen am heutigen Donnerstag acht Überseecontainer. Nicht etwa, um den Schutt aufzunehmen. „Sie dienen als Schallschutz“, erklärt Möller hierzu.

Im Inneren des Gebäudes erinnert nichts mehr an das geschäftige Treiben der Vergangenheit. Hier liegt – Sie ahnen es – Schutt. Und Schutt. Jede Menge. Eine Unmenge. Scheint im Angebot zu sein...

Möller, Erster Stadtrat Reinhold Baier (CDU) und Bauhof-Leiter Marc Lotz beobachten zufrieden den Abbruch-Fortschritt. Der Rathauschef zeigt sich optimistisch, dass der Abbruch Ende November abgeschlossen ist. Arbeit bleibt auch dann noch genug.

Zuletzt war bekannt geworden, dass die Toilettenanlage am Untertor in Schlüchtern bis zum Kalten-Markt-Termin fertig wird. Und die Stadtverordneten von Schlüchtern stimmten einstimmig für den Ankauf der Synagoge und des benachbarten Rabbinerhauses. (tim)

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