Symbolfoto: Jens Wolf/dpa

Ärzte des Main-Kinzig-Kreises bieten Hilfe an – Service der Zulassungsstellen eingeschränkt

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Main-Kinzig-Kreis - Alle Reiserückkehrer aus einem der Corona-Risikogebiete müssen zu Hause bleiben. Darauf wies der Main-Kinzig-Kreis am Samstag hin. Das Land Hessen hatte die Verordnung für jene verschärft, die sich in den vergangenen 14 Tagen oder danach in einem Risikogebiet für Infektionen mit dem Coronavirus aufgehalten haben. Für sie wird nun allgemein und unverzüglich die häusliche Isolierung angeordnet.

„Es gibt nach dieser Klarstellung des Landes Hessen eine einfache Handhabe: Wer noch vor wenigen Tagen in einem Risikogebiet gewesen ist, bleibt nun für 14 Tage daheim in häuslicher Isolierung und vermeidet direkte soziale Kontakte“, erklärt Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler. Das gelte für den privaten wie auch den beruflichen Bereich.

Der Arbeitgeber ist durch jeden Betroffenen eigenständig zu informieren, dass eine Präsenz nicht mehr möglich ist. Wer innerhalb der Zeit seiner häuslichen Isolierung stärkere Erkältungssymptome entwickelt, ist verpflichtet, das Gesundheitsamt darüber zu informieren. Dazu ist im CoroNetz des Main-Kinzig-Kreises ein entsprechendes Kontaktformular vorbereitet. Es ist zu finden auf www.mkk.de. Die Risikogebiete definiert das Robert-Koch-Institut und aktualisiert die Liste ständig, sie steht online auf der Seite des Instituts: www.rki.de.

Ärzte bieten ihre Hilfe an

Unmittelbar nach einem Aufruf des Main-Kinzig-Kreises haben mehr als zehn Ärzte aus dem Kreisgebiet ihre Unterstützung angeboten, die derzeit nicht, nicht mehr oder nur in Teilzeit praktizieren. Die Kreisspitze hatte in dieser Woche in schneller und unbürokratischer Zusammenarbeit mit der Landesärztekammer gezielt Mediziner angeschrieben, um sie unterstützend für die Patientenversorgung zu gewinnen.

Landrat Thorsten Stolz bedankte sich herzlich bei allen, die sich bisher zurückgemeldet haben und noch melden können. „Jedes Hilfsangebot, auch von Medizinern, die wir jetzt noch nicht angeschrieben haben, wird gerne registriert und bei Bedarf eingesetzt“, erklärte Thorsten Stolz.

Service an den Zulassungsstellen eingeschränkt

Der Main-Kinzig-Kreis erinnert daran, dass ab Montag, 23. März, der Service an den Zulassungsstellen im Kreisgebiet eingeschränkt ist. Das betrifft den Kundenkontakt, der in Linsengericht und Hanau nur nach vorheriger Terminabsprache möglich ist, zum anderen den Umfang der Serviceleistungen.

Der Kreis bittet all jene, die den Besuch einer der beiden Zulassungsstellen planen, sich vorab zu informieren. Die Übersicht ist online zu finden auf www.mkk.de.

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