Foto: Hanns Szczepanek.

Ärztlicher Bereitschaftsdienst im alten Klinikbau: Umzug basiert auf Corona-Krise

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Schlüchtern - Die Zentrale des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes (ÄBD) in Schlüchtern ist seit vergangenem Donnerstag in neuen Räumen in einem Altbau auf dem Gelände der Main-Kinzig-Kliniken zu finden.

Anlass für den Umzug sind Umstrukturierungen in dem Kreiskrankenhaus hinsichtlich der aktuellen Corona-Pandemie. Der ÄBD befindet sich nun im alten Krankenhausgebäude gegenüber der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Die Adresse lautet: Ludovica-von-Stumm-Straße 3, 36381 Schlüchtern.

Wichtige Entscheidung

„Ich begrüße die Flexibilität des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes und der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen. Der kurzfristige Umzug in andere Räume auf dem Gelände der Main-Kinzig-Kliniken war eine wichtige Entscheidung, um Patienten und Mitarbeiter weiterhin bestmöglich vor einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zu schützen“, erklärt Landrat Thorsten Stolz (SPD).

Verschiedene Bereiche

Im Zuge der Vorbereitungen auf die zu erwartenden Patienten mit einer Coronavirus-Infektion sei das Krankenhaus Schlüchtern in verschiedene Bereiche eingeteilt worden. „Höchstes Ziel ist die größtmögliche Trennung zwischen Patienten mit und ohne Infektion, die das Krankenhaus aufgrund einer Verletzung oder anderen Gründen aufsuchen“, erläutert Stolz als Aufsichtsratsvorsitzender der Main-Kinzig-Kliniken.

Vorab: Gesundheitscheck

Diese Trennung sei dank des Umzugs des ÄBD in den Altbau nun auch für diesen Dienst möglich: Patienten mit einer möglichen Infektionskrankheit betreten die ÄBD-Zentrale durch einen separaten Eingang und halten sich in anderen Untersuchungsräumen auf als alle nicht-infektiösen Patienten. Allerdings müssen alle Patienten, die zum ÄBD möchten, vor Betreten der Zentrale zunächst einen kurzen Gesundheitscheck durchlaufen. Dieser wird in einem großen rechteckigen Zelt vor dem Haupteingang des Schlüchterner Krankenhauses vorgenommen (wir berichteten).

Bei Verdacht: telefonisch melden

Patienten mit Anzeichen einer Erkältung (Atemnot, Husten, Fieber, Halsschmerzen), die darüber hinaus in den zurückliegenden zwei Wochen in einem Risikogebiet waren oder Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person hatten, suchen jedoch nicht die ÄBD-Zentrale auf, sondern melden sich telefonisch unter der Rufnummer 116 117 oder beim Kreis-Gesundheitsamt unter Telefon (0 60 51) 8 51 00 00.

Finanzielle Unterstützung

Mit dem Krankenhausentlastungsgesetz hat der Bundestag jüngst in Rekordzeit weitere finanzielle Unterstützung für das Gesundheitswesen auf den Weg gebracht. Das Land Hessen will die wirtschaftliche Sicherung der Krankenhäuser über die bislang eingeleiteten Entlastungen hinaus verstärken. So würden den Krankenhäusern die sogenannte Pauschalförderung, die für den 15. Juni und den 18. Juli turnusmäßig ausgezahlt werden sollte, auf den 15. April vorgezogen. Umfang: rund 120 Millionen Euro. Auf einen entsprechenden Erlass des Sozialministeriums wies jetzt die CDU Main-Kinzig in einer Pressemitteilung hin. / hgs

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