Kreis-Tourismusdezernentin Susanne Simmler, Landrat Thorsten Stolz und Bad Soden-Salmünsters Bürgermeister Dominik Brasch (von links) bei der Vorstellung des Seenwelt-Konzepts auf der Kinzigtalsperre.
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Kreis-Tourismusdezernentin Susanne Simmler, Landrat Thorsten Stolz und Bad Soden-Salmünsters Bürgermeister Dominik Brasch (von links) bei der Vorstellung des Seenwelt-Konzepts auf der Kinzigtalsperre.

„Ardeas Seenwelt“

An der Kinzigtalsperre entsteht ein touristisches, grünes Großprojekt – Maskottchen ist ein Graureiher

  • Hanns-Georg Szczepanek
    vonHanns-Georg Szczepanek
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Der Lärm von der A 66 und zeitweise auch von der Kinzigtalbahn könnte als Makel für das Natur-Idyll an den Ufern des Stausees ausgelegt werden. Doch das ist er nicht, sondern passt bestens ins Konzept von „Ardeas Seenwelt“, einem neuen Lern- und Erlebnisrundweg, in dem ab 2021 neben der Ökologie auch die Ökonomie eine Rolle spielen wird.

Bad Soden-Salmünster - Kreis-Tourismusdezernentin Susanne Simmler (SPD) stellte am Sonntagabend bei der Vorstellung des über etwa zwei Jahre ausgearbeiteten Konzepts heraus, dass die umweltpädagogisch ausgerichtete neue Lernroute um den Stausee nicht allein auf dem Prinzip „Spiel, Spaß und Schokolade“ basiert.

Vielmehr soll mittels interaktiven Erklärtafeln und klug gewählten Aussichts- und Beobachtungspunkten – vor allem im Landschaftsschutzgebiet am östlichen Seeufer – der vielfältige Lebensraum in und an einem solchen Gewässer besser erlebbar und begreifbar gemacht werden.

Wenn die Rundtour fertig ist, lernen die Besucher die Welt am Kinzigstausee durch die Augen von „Ardea“ kennen; einem Graureiher, der auch als Maskottchen des Seenwelt-Projekts dienen wird. In puncto Ökonomie kommt der Wasserverband Kinzig als Betreiber der Talsperre ins Spiel, der einen klar formulierten Auftrag im Hochwasser- und Gewässerschutz zu erfüllen und hierzu imposante technische Einrichtungen in der Mauer und am See aufzubieten hat. 

Entlang dem insgesamt sieben Kilometer langen Ufer werden vom Main-Kinzig-Kreis und der Stadt Bad Soden-Salmünster voraussichtlich ab März 2021 aber auch Spielplätze und Erholungszonen errichtet, sodass „Ardeas Seenwelt“ für alle Altersklassen attraktiv sein kann und dabei neben Wissensvermittlung und Mitmachangeboten zu Ökologie und (nachhaltiger) Ökonomie eben auch die Naherholung nicht zu kurz kommt. 

Thorsten Stolz (SPD), Landrat des Main-Kinzig-Kreises, unterstrich, dass das Projekt Seenwelt mit Blick auf Tourismus und Naturschutz sehr gut in die Zeit passe und „einen Leuchtturm für die gesamte Region“ markiere. Er sei von dem Vorhaben „von Anfang an begeistert“ gewesen.

Zusammen mit Holger Scheffler vom Wasserverband und dem Bürgermeister von Bad Soden-Salmünster, Bürgermeister Dominik Brasch (parteilos) zeigten sich Stolz und Simmler einig darin, dass durch das Großprojekt ein naturfreundlicher grüner Erlebnispark entstehen werde.

Dieser könne noch deutlich mehr als bisher zu einem Ausflugsziel für Spaziergänger, Radfahrer, Tagestouristen, zugleich aber auch für Familien oder Schulklassen aus der Umgebung werden . Dominik Brasch betonte, dass das nötige Potenzial für das Seenwelt-Projekt vor Ort bereits vorhanden sei, um es touristisch erfolgreich weiterzuentwickeln. 

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