Ein Mountainbiker fährt durch den Wald.
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Bad Soden-Salmünster will Angebote für Mountainbiker verbessern (Archivbild).

Kurstädter knüpfen an

Mountainbike-Projekt „Spessart 8“: Bad Soden-Salmünster will weg vom Status „Weißer Fleck“

Die Kurstadt will an die Angebote anderer Kommunen für den Trendsport Mountainbiken anknüpfen und den Anschluss an das länderübergreifende Projekt „Spessart 8“ ins Werk setzen. Diesen Beschluss fassten die Stadtverordneten während ihrer Sitzung am Sodener Wildpark. 

Bad Soden-Salmünster - Dabei soll der Vernetzungsgedanke in der Region genauso berücksichtigt werden „wie die Vereinbarkeit von Waldnutzung und Natur sowie ein Miteinander auf Augenhöhe mit den weiteren Waldnutzern im Sinne der hessischen Vereinbarung Wald und Sport“. Zudem gelte es, Fördermöglichkeiten zu erkunden und Gelder zu beantragen.

Bad Soden-Salmünster weist aktuell ein stark ausbaufähiges Mountainbike-Wegenetz auf und ist nur partiell über das Projekt ,SpessartBiken‘ erschlossen. Daher wird es als bedeutend für den Kur- und Tourismusstandort Bad Soden-Salmünster gesehen, diese Entwicklung mitzugehen, damit gerade die touristischen Biker angesprochen und angezogen werden“, heißt es dazu in der Vorlage des Magistrats.

Tourismusstandort: Bad Soden-Salmünster setzt auf Mountainbiker

Die örtliche Topografie und räumliche Gegebenheiten eignen sich demnach „optimal für den Zweiradsport, insbesondere mit Blick auf den überdurchschnittlich wachsenden Anteil an E-Mountainbikes“, welche längere Auffahrten und Touren sowie anspruchsvollere Streckenverläufe ermöglichten. Und dies für eine immer breiter werdende Zielgruppe. Zahlreiche Strecken und Abfahrten in kommunalen und privaten Waldbereichen seien ein weiteres Indiz für diese Entwicklung.

Fritz Dänner, Geschäftsführer des Zweckverbands Hessischer Spessart, Bernhard Mosbacher, Geschäftsführer Spessart Tourismus und Marketing GmbH sowie Kathryn Weppe von der Bad Orb Kur GmbH und Tourenguide Klaus Bergfeld (Bad Orb) stellten den Bedarf für Mountainbikestrecken und die bereits bestehenden Strecken in Bad Orb vor.

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Mountainbike: Bad Soden-Salmünster will weg vom „Weißen Fleck“

Dabei wurde klar, dass es sich empfehle, neue Wege nur gemeinsam, also unter Beteiligung von Bikern und Wanderern auszuweisen. Denn Rücksicht und die Trennung beider Gruppen sei ein wichtiger Bestandteil. Das Radwandern sei ein erheblicher Wirtschaftsfaktor, denn die Mountainbiker „lassen mehr Geld da als Wanderer“, so Mosbacher. Er sei froh, dass Bad Soden-Salmünster diesbezüglich von dem Status als „Weißer Fleck“ wegkommen wolle.

Unter anderem müssen auch Abstände zu anderen Wegen eingehalten werden und „das Wild muss wissen, dass ihm nichts passiert“, hieß es. Dies habe sich im Spessart bestätigt, erfuhren die Stadtverordneten. Einstimmig beauftragten sie den Magistrat „unter Inanspruchnahme von möglichen Fördermitteln die Erweiterung des Streckennetzes auf Bad Soden-Salmünsterer Gemarkung vorzubereiten, eine Anbindung an das länderübergreifende Projekt Spessart 8 zu erreichen“. (lis)

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