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So wie in dieser Modellzeichnung könnte sich die Akademie für Gesundheit und Pflege an der Sprudelallee/Thermalstraße in Bad Soden zwischen Altem Kurpark/Arena in der Salz und Spessart-Therme ins Stadtbild einfügen.

Heute wird beraten

Bad Soden-Salmünster: Magistrat kritisiert Standortanalyse für die Gesundheitsakademie

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Ein Beschlussvorschlag ist zum Thema Gesundheitsakademie in der Sitzung der Stadtverordneten heute Abend im Spessart-Forum Kultur in Bad Soden-Salmünster nicht vorgesehen, wohl aber eine ausführliche – und fraglos kritische – Bewertung der Standortanalyse eines Fuldaer Planungsbüros zur Akademie für Gesundheit und Pflege des Kreises.

Bad Soden - Diese Analyse kommt zu dem Schluss, dass der Standort am bestehenden Bildungshaus in Gelnhausen der geeignetste sei. Insgesamt standen elf mögliche Standorte in sieben Kommunen des Main-Kinzig-Kreise zur Wahl.

Der Vorschlag der Stadt Bad Soden-Salmünster landete auf Platz drei noch hinter Wächtersbach (Kreisverkehr am Bahnhof). Wegen heftiger Kritik an diesem im Herbst 2018 von der Kreisspitze zunächst favorisierten Vorschlag hatte es auf politischen Druck hin überhaupt erst ein zweites Gutachten gegeben. Der Haupt- und Finanzausschuss (HFA) des Kreistags hat dessen Ergebnis im Februar 2020 mit großer Mehrheit übernommen.

Standortanalyse des Fuldaer Büros kam Ende Februar

Nachdem die erste Standortbewertung durch ein Architekturbüro aus Gelnhausen als nicht ausreichend eingestuft worden war, sollten weitere Kriterien unter Einbeziehung der Bewerberkommunen vom HFA erarbeitet werden. Aus Sicht der Kurstadt fand aber entgegen der Vorgabe des Kreisausschusses vom März 2019 eine solche Einbeziehung nicht statt.

Das zwischenzeitlich beauftragte Büro aus Fulda, Staubach und Partner, habe sich im November 2019 mit vier Fragen an die Verwaltung gewandt. In den wenige Tage später übersandten Antworten habe die Stadtverwaltung Bad Soden-Salmünsters auf ihre Bereitschaft zu weiteren Erläuterungen verwiesen, darauf habe das Fuldaer Büro aber nicht weiter reagiert. Ende Februar sei dann im Rathaus die Standortanalyse angekommen.

Magistrat bezweifelt Richtigkeit der Kriterien

In deren Bewertungsmatrix seien gegenüber der Vorgängeranalyse neue Kriterien hinzugekommen, andere Kriterien wurden hingegen weggelassen oder geändert, stellt der Magistrat fest. Diese Anpassungen seien zuvor nicht bekannt gewesen, weshalb die Kurstadt keine ergänzenden oder angepassten Unterlagen hätte einreichen können. Somit habe die neuerliche Bewertung des Standorts auf alten Grundlagen stattgefunden, die zum Kriterienkatalog des Vorgängergutachtens erstellt worden seien.

Bei einzelnen Bewertungen und Kriterien ergeben sich laut dem Magistrat „deutliche Zweifel an deren Richtigkeit“, heißt es in der Stadtverordnetenvorlage zur Sitzung am Montag. Weiter seien manche Kriterien an sich „teilweise nicht nachvollziehbar“. Der ländliche Raum verschwinde als Kriterium zum Beispiel ersatzlos. Stattdessen werde die Herkunft der Schüler als wichtiges Kriterium markiert, was einwohnerstarke Gebiete mit bereits vorhandenen Einrichtungen automatisch stärke.

Aus Sicht der Verantwortlichen Bad Soden-Salmünsters „bleibt festzustellen, dass bei objektiver Betrachtung die Bewertung des Standorts in Bad Soden sicher deutlich höher hätte ausfallen müssen“.

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