Pfarrer Michael Müller, beim Eintrag ins goldene Buch der Stadt Bad Soden-Salmünster am Ende seines letzten Gottesdienstes in der Salmünsterer Pfarrkirche St. Peter und Paul. Links Bürgermeister Dominik Brasch.
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Pfarrer Michael Müller, beim Eintrag ins goldene Buch der Stadt Bad Soden-Salmünster am Ende seines letzten Gottesdienstes in der Salmünsterer Pfarrkirche St. Peter und Paul. Links Bürgermeister Dominik Brasch.

Eintrag ins goldene Buch

„Auf Wiedersehen“: Abschiedsgottesdienst von Pfarrer Michael Müller - Neue Pfarrstelle in Hünfeld

Nach fast 16 Jahren in der Kurstadt verlässt Pfarrer Dr. Michael Müller die katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul, um am ersten Advent seine neue Pfarrstelle in Hünfeld anzutreten. Am vergangenen Wochenende hielt er den letzten Gottesdienst als Gemeindepfarrer an Salz und Kinzig. In der Salmünsterer Pfarrkirche durfte sich der Geistliche im Beisein des Rathauschefs zum Abschied ins goldene Buch der Stadt eintragen.

Bad Soden-Salmünster - Vonseiten der Kirchengemeinde waren mehrere Gottesdienste angedacht, in denen sich die Gemeindemitglieder hätten verabschieden können, diese konnten aber coronabedingt nicht wie geplant stattfinden. In einer Videobotschaft auf der Internetseite der Pfarrei äußerte sich Michael Müller, dass er in aller Stille gehen werde. Dabei hatte er aber offenkundig sein Pfarrteam unterschätzt. „Heimlich“ organisierten die Mitarbeitenden eine kurze Abschiedsfeier für ihren scheidenden Chef. (Lesen Sie hier: Pfarrer Michael Müller verlässt Bad Soden-Salmünster).

Dabei sprachen Eva Emeling für die Gemeinde und den Pfarrgemeinderat, Sandra Henkel und Katja Harnischfeger für das Pastoralteam sowie Manfred Goldbach für den Verwaltungsrat, teilte das Pfarramt gestern mit. Sie machten dabei deutlich, wie sich Pfarrer Müller in die Kirchengemeinde eingebracht und diese beständig vorangebracht. Zusammen mit den Gremien und Gemeindemitgliedern habe er immer den Blick in die Zukunft gerichtet. Ingo Heil würdigte im Namen der Messdiener die Arbeit des Priesters mit Blick auf den wichtigen liturgischen Dienst der Ministranten. Am Ende der Feier gab der aus Ulmbach stammende Michael Müller den Dank an seine Gemeinde zurück und verabschiedete sich ebenso wie das Pfarrteam mit „Auf Wiedersehen“.

Pfarrer Michael Müller verlässt Kirchengemeinde: Abschiedsfeier von Mitarbeitenden organisiert

Bürgermeister Dominik Brasch (parteilos) brachte den Dank für viele Jahre guten Zusammenarbeit zwischen der kirchlichen und der politischen Gemeinde zum Ausdruck. Nach dem Gottesdienst wurde Dr. Michael Müller die Ehre zuteil, sich in das goldene Buch der Stadt einzutragen.

Brasch betonte, es sei immer möglich gewesen, mit dem Pfarrer Gemeinsamkeiten und unterschiedliche Auffassungen im offenen Dialog zu erörtern „und dort, wo es notwendig war, Lösungswege zu finden, die von allen Seiten aus Überzeugung mitgetragen wurden“. Der Rathauschef überbrachte im Namen des Magistrats der Stadt „unsere Wertschätzung und unseren Dank“ für Pfarrer Müllers Arbeit, der sich in einem Abschiedsgeschenk ausdrückte: ein Gemälde von Julia Kolev vom Kunstkreis Bad Soden-Salmünster. Eine offizielle Verabschiedung soll noch folgen, sobald dies wieder ohne größere Einschränkungen möglich ist. Die Wertschätzung für den scheidenden Gemeindepfarrer zeige sich auch „in all den Menschen, denen es wichtig war, heute hier zu sein um Sie noch einmal in Ihrer so vertrauten Rolle zu sehen und Ihnen gute Wünsche mit auf den Weg zu geben“, sagte Brasch. Müller habe seine Funktionen und Aufgaben stets souverän und verlässlich ausgeführt. Immer vertrauensvoll sei die Kooperation zwischen der Stadt und der Kirche als Trägerin mehrerer Kindergärten gewesen.

Pfarrer Michael Müller trägt sich zum Abschied in das goldene Buch der Stadt Bad Soden-Salmünster ein

Aus Kontinuität und Beständigkeit erwachse Verlässlichkeit. Diese Eigenschaft sei gerade mit Blick auf Vertrauen und Glaubwürdigkeit bei Menschen unabdingbar, deren Verhalten in die Öffentlichkeit hineinwirke und die Verantwortung für die Gemeinschaft trügen, betonte der Bürgermeister. „Vertrauen spenden und Vertrauen einfordern sehe ich als die beiden Eckpfeiler, die Ihre Amtsausübung bestimmt haben. Damit haben Sie einen hohen Anspruch gesetzt, aber auch deutlich gemacht, dass damit die Grundlage für gegenseitigen Respekt und Wertschätzung geschaffen wird“, würdigte Brasch den künftigen Pfarrer in Hünfelds Stadtpfarrkirche St. Jakobus. Dr. Michael Müller habe in Bad Soden-Salmünster „Spuren hinterlassen, die sichtbar und spürbar sind und denen Menschen auch weiterhin in Ihrem Sinne folgen werden“. (hgs)

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