Dr.-Richard-Küch-Straße im Gewerbegebiet Galgenbach in Bad Soden-Salmünster.
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In diesem Areal der Dr.-Richard-Küch-Straße im Gewerbegebiet Galgenbach sind am Samstag, 6. Juni, wohl Schüsse gefallen. Auf der Straße waren am Dienstag danach sogar noch die von den Ermittlern beschriebenen Blutspritzer erkennbar.

Ermittlungen dauern an

Nach Schüssen in Bad Soden-Salmünster: Haftbefehl gegen zwei Männer erlassen 

Anfang Juni war auf ein Auto in Bad Soden-Salmünster geschossen worden, jetzt hat die Kriminalpolizei zwei Verdächtige festgenommen. Ihnen wird versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

  • Am 6. Juni wurde auf ein Auto in Bad Soden-Salmünster geschossen.
  • Die Kriminalpolizei in Gelnhausen hat nun zwei Tatverdächtige aus Gießen und Gelnhausen festgenommen.
  • Gegen die Männer wurde ein Untersuchungshaftbefehl wegen Verdachts des versuchten Totschlags erlassen.

Update vom 25. Juni, 14.02 Uhr: Wie die Staatsanwaltschaft Hanau und das Polizeipräsidium Südosthessen am Donnerstag mitteilten, wurde Haftbefehl gegen zwei Männer im Alter von 24 und 27 Jahren aus Gießen und Gelnhausen erlassen. Sie stünden im dringenden Tatverdacht für die Schüsse auf einen mit mehreren Personen besetzten Mercedes in Bad Soden-Salmünster mitverantwortlich zu sein.

Unmittelbar nach der Tat hatte die Kriminalpolizei beim Regionalkommissariat in Gelnhausen eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die mehrere beteiligte Personen identifizieren und diese vernehmen konnte. Hierbei seien neben den beiden 24 und 27 Jahre alten Beschuldigten ein 29-Jähriger in den Fokus der Ermittler geraten, der ebenfalls am Tatgeschehen beteiligt gewesen sein soll. Nach dem aktuellen Ermittlungsstand der Polizei könnten noch ausstehende Geldzahlungen aus Drogengeschäften zu den seit Anfang Juni bestehenden Konfrontationen zwischen den Beschuldigten und einem 25 Jahre alten Mann aus dem Main-Kinzig-Kreis geführt haben.

„Um die noch ,offene‘ Angelegenheit zu klären, verabredeten sich die beiden Parteien am Nachmittag des 6. Juni zu einem Treffen im Industriegebiet in Bad Soden-Salmünster, wobei der 25-jährige Geschädigte weitere Personen zur Unterstützung mitbrachte“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. In der Dr. Richard-Küch-Straße ereignete sich letztlich die Schussabgabe aus dem Fahrzeug heraus, in dem die drei Beschuldigten saßen. Nach derzeitigen Erkenntnissen schoss der 27 Jahre alte Beschuldigte vom Rücksitz aus, auf den am Fahrbahnrand stehenden schwarzen Mercedes. An und in diesem befanden sich der 25-Jährige mit seinen drei weiteren Begleitern. Ein 23 Jahre alter Begleiter wurde durch einen Streifschuss verletzt.

Die beiden 24 und 27 Jahre alten Beschuldigten wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hanau am Mittwochnachmittag einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Es erging Untersuchungshaftbefehl wegen Verdachts des versuchten Totschlags. Sie wurden in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei bezüglich des Tatbeitrags des 29-jährigen Mitbeschuldigten dauern derweil an.

Schüsse in Bad Soden-Salmünster: Polizei bildet Arbeitsgruppe „AG Soden“

Update vom 9. Juni, 19 Uhr: Dass die Aufklärung der Ereignisse in der an einem Samstagabend kaum frequentierten Straße im Salmünsterer Gewerbegebiet Galgenbach von der Kriminalpolizei nicht einfach im Tagesgeschäft erledigt werden soll, zeigt die Tatsache, dass eine Arbeitsgruppe mit fünf Ermittlern gebildet worden ist. Diese trägt den Namen „AG Soden“.

Weitere Angaben zum gegenwärtigen Stand der Ermittlungen oder Ergebnissen aus der Befragung der beiden Zeugen wollte Oberstaatsanwalt Dominik Mies (Hanau) am Dienstag nicht machen, um den Ermittlungserfolg nicht zu gefährden. Bestätigt hat Mies lediglich, dass zwei Schüsse abgegeben worden seien.

Unklar ist noch immer, ob die beiden Zeugen den oder die mutmaßlichen Schützen gekannt haben oder ob ihr Wagen und sie selbst nur zufällig zum Ziel der lebensgefährlichen Attacke geworden sind. Die Polizei ging am Montag von einer versuchten Tötung aus, ermittele aber „in alle Richtungen“, so Mies

Schüsse in Bad Soden-Salmünster: Opfer nicht verletzt

Update vom 8. Juni, 13.45 Uhr: Die Staatsanwaltschaft Hanau und die Kriminalpolizei Gelnhausen ermitteln nach der Schussabgabe auf einen Mercedes am Samstagabend in der Dr.-Richard-Küch-Straße in Bad Soden-Salmünster wegen eines versuchten Tötungsdeliktes.

Die beiden Insassen im Alter von 23 und 24 Jahren, die in Bad Neustadt a. d. Saale wohnhaft sind, wurden laut Staatsanwaltschaft und Kripo nicht verletzt.

Da aber im Bereich des Tatorts neben einer 9 mal 19 Millimeter Geschosshülse auch einige Bluttropfen entdeckt wurden, schließt die Polizei nicht aus, dass jemand bei dem Vorfall verletzt wurde. „Diese Person könnte einen Arzt oder ein Krankenhaus aufgesucht haben, um sich behandeln zu lassen“, teilen die Beamten mit.

Nach ersten Erkenntnissen sei unmittelbar nach der Tat ein weißes Auto mit NES-Kennzeichen (Landkreis Rhön-Grabfeld) und ein möglicherweise silberfarbenes Fahrzeug vom Tatort weggefahren. Inwieweit die Insassen der beiden Fahrzeuge mit der Schussabgabe zu tun haben, ist derzeit nicht bekannt. Sie können allerdings wichtige Zeugen sein und werden gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Da weiterhin die Hintergründe der Tat unklar sind, bitten die Ermittler nochmals Zeugen, sich bei der Kripo unter der Rufnummer (06051) 8270 zu melden.

Erstmeldung vom 7. Juni:

Bad Soden-Salmünster - Ein Mann hat am Samstag um 19.05 Uhr gemeldet, dass sein Fahrzeug in der Dr.-Richard-Küch-Straße in Bad Soden-Salmünster beschossen wurde. Anschließend habe es aus dem Motorraum gequalmt.

„Bei Eintreffen der Polizei wurde tatsächlich eine Beschädigung an dem Mercedes festgestellt“, heißt es in einer Mitteilung der Beamten.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei stand der Mercedes auf dem Seitenstreifen, und der Fahrer wollte gerade losfahren. „Er und ein weiterer Insasse wurden nicht verletzt“, so die Polizei.

Vor dem Eintreffen der Streifenwagen sollen sich in dem Bereich der Hausnummer 11 noch mehrere Personen auf der Straße und in Fahrzeugen auf dem Seitenstreifen aufgehalten haben. Die Polizei bittet diese und weitere Zeugen, sich unter der Rufnummer (06051) 8270 bei der Polizeistation Gelnhausen zu melden. (sec, lio, hgs)

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