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Bittner ist im Ruhestand – Veterinärmediziner Paul Pascalau leitet nun Tierarztpraxis

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Sterbfritz - Nach drei Jahren gemeinsamer Arbeit ist nun die Übernahme erfolgt und der Neubeginn in die Selbstständigkeit vollzogen: Seit dem 2. Januar führt Veterinärmediziner Paul Pascalau mit Lebensgefährtin Hanna Kistner die Landtierarztpraxis von Dr. Wilfried Bittner.

Von Brigitte Betz

Der Tierarzt hatte sich Ende Dezember nach 34 Jahren in den Ruhestand verabschiedet (wir berichteten). Unter der alten Telefonnummer, am alten Standort in der Feldstraße 17 in Sterbfritz, ist seit Jahresbeginn nun die „Tierarztpraxis Sinntal“ zu erreichen.

Zum Praxisteam gehören neben Paul Pascalau und Hanna Kistner weiterhin Tierarzt Manfred Haaß und, neu im Team, Roland van Kempen sowie die langjährige Mitarbeiterin Beate Flinner. Zum 1. Februar verstärkt zudem eine Auszubildende zur tiermedizinischen Fachangestellten das Team.

Gemischte Gefühle zum Neuanfang

Der erste Tag als „Chef“ war für beide ungewohnt, berichten Pascalau und Kistner. Dieser habe neben Glückwünschen zum neuen Jahr und Neuanfang auch eine gehörige Portion „gemischter Gefühle“ mit sich gebracht. Den Terminkalender habe man für diesen ersten Tag absichtlich offen gelassen und frei für das, was während der Weihnachtstage und Silvester nicht erledigt werden konnte.

Der erste Patient des Jahres war wohl nur für Kater Joschi selbst ein akuter Fall, er wurde kastriert. Nummer zwei, Golden-Retriever-Hund Lucy, kam zur Nachuntersuchung. Pascalau ist vor drei Jahren aus Rumänien nach Sterbfritz gekommen und war seitdem in der tierärztliche Praxis von Dr. Wilfried Bittner tätig. Er möchte die Praxis mit Hanna Kistner, dem Praxisteam und der bisherigen Philosophie weiterführen. Begleitet von dem Wunsch, dass die Tierhalter ihm weiterhin ihr Vertrauen schenken, sagt er.

Kreuz als Abschiedsgeschenk

Um welche Philosophie es sich handelt, verdeutlicht ein Kreuz aus Hufnägeln, das Bittner seinem Nachfolger zum Abschied und zur Erinnerung geschenkt hat. Den Patienten mit ihren Herrchen und Frauchen dürfte das Kreuz bekannt sein. Bittner selbst hatte es einst zur Eröffnung seiner Praxis geschenkt bekommen.

Mehr als 30 Jahre hing es als fester und sichtbarer Bestandteil in seiner Praxis. Es diente als Symbol für den christlichen Glauben und zur Erinnerung an christliche Werte wie Glaube, Hoffnung, Liebe, Zuversicht und Vertrauen sowie der Wertschätzung gegenüber Mensch und Tier.

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