1. Fuldaer Zeitung
  2. Kinzigtal

Bleibt Alsa-Produktionsstandort in Uerzell doch erhalten?

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

Uerzell - Aufatmen in Steinau-Uerzell: Der Schuhteilehersteller Alsa behält wohl doch seinen Produktionsstandort im Stadtteil von Steinau an der Straße (Main-Kinzig-Kreis). Laut IG Metall sind damit in Uerzell über 200 Arbeitsplätze bis 2020 gesichert.

Alsa hatte 2013 beschlossen, seinen Hauptsitz von Steinau-Uerzell, in dem 280 Mitarbeiter beschäftigt sind, nach Görlitz zu verlagern, wo das Unternehmen seit 2009 ein Zweitwerk besitzt. Der Grund: In Görlitz könne die Produktion effektiver gestaltet werden und anders als in Steinau bestehe die Möglichkeit zur räumlichen Erweiterung. Am gestrigen Mittwoch nahm dann die Alsa-Geschäftsleitung bei einer Tarifverhandlung mit der IG Metall und dem Betriebsrat ihre ursprünglichen Plan der Schließung in Uerzell zurück. Die neue Geschäftsstrategie sieht laut Gewerkschaft eine Produktion an zwei Standorten vor. In Görlitz soll die industrielle Massenfertigung ausgebaut werden während das erhebliche Fachwissen der Mitarbeiter in Steinau-Uerzell dazu genutzt werden soll um kleine Serien, Prototypen und Entwicklungsarbeit zu betreiben.

Das Unternehmen war 1945 von Alfons Saum in Uerzell gegründet worden. Die Produktion begann damals mit der Herstellung von Schuhabsätzen. Das Unternehmen wechselte 1968 zur Continental AG und wurde 1989 an den Schuhhersteller Birkenstock verkauft, dessen wichtigster Lieferant die Alsa ist. / sar

Weitere Hintergründe lesen Sie am Freitag in der Print-Ausgabe der Kinzigtal-Nachrichten oder im E-Paper.

Auch interessant