Fotos: Fritz Christ

Bodo Bach: Spaß am laufenden Band in Schlüchtern

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

Schlüchtern - Ein besonderes Nikolausgeschenk bescherte der bekannte Comedian Bodo Bach den Besuchern in der voll besetzten Schlüchterner Stadthalle: Spaß am laufenden Band.

Von Fritz Christ

„Da bin ich mal wieder – 14 Jahre ist es her, dass ich in Schlüchtern war“, sagte Bach und gab gleich das Motto des Comedy-Abends bekannt: „Spaß haben.“ Bach, der eigentlich Robert Treutel heißt und früher Radiomoderator war, wurde durch seine Scherzanrufe via Radio bekannt: „Ich hätt’ da gern mal e Problem.“

Seit nunmehr 20 Jahren ist der Comedian auf „Welttournee durch Deutschland“, um mit verschiedenen Bühnenprogrammen die Menschen zum Lachen zu bringen. Auch tritt er regelmäßig in verschiedenen Fernsehformaten auf. In der Schlüchterner Stadthalle präsentierte Bach jetzt ein mehr als zweistündiges Gag-Feuerwerk.

Jeder hat mal Pech

„Pech gehabt“ ist der Titel seines aktuellen Programms. „Jeder hat mal Pech – es geht auch wieder weg“, sagte er und ergänzte: „Oft werden Pech und Dummheit verwechselt.“ Dummheit sei, samstags zu Ikea zu gehen, war er gleich bei einem seiner Lieblingsthemen. Zur großen Belustigung des Publikums erzählte er seine diesbezüglichen Erlebnisse im schwedischen Möbelhaus, dessen Namen er wie folgt definiert: „Ich krieg einen Anfall.“

„Ikea-Alzheimer“ habe er beim Aufbau der Möbel bekommen. Er sei nicht doof, er habe nur ab und zu Pech beim Denken. Seine Ehefrau Gerda sei entsetzt gewesen über den eigenwilligen Schrank, der keine Einlegböden hatte und dessen Türen nach innen aufgingen – „Pech gehabt“.

Erfahrungen mit Yoga

Apropos Gerda: Er liebe seine Frau so sehr, dass er „Ich liebe dich“ in den Staub auf der Kommode schreibt. Mit solchen Scherzen strapazierte Bach die Lachmuskeln ebenso wie mit den Schilderungen des Besuchs bei den „netten Nachbarn“. „Die haben einen Meditations-Hintergrund – die betreiben Esoterik.“ Sein Pech dabei: „Anstatt an einem freien Samstag Jogginghose, Bierflasche und Sportschau – Esoterik-Schnupperkurs.“ Yoga definiert er: „Dumm rumsitzen und blöd gucken.“

Höchst amüsant auch seine Schilderungen über eine Weinwanderung mit einem befreundeten Ehepaar: „Ich muss beim Saufen nicht laufen.“ Und das „Zungengeschlabber beim Weintrinken“ mag er sowieso nicht. Die Deutsche Weinstraße sei der „Jakobsweg der Zechbrüder“.

Auch über Glück wurde geredet

Er wolle nicht nur über das Pech reden, sondern auch über Glück, sagte Bach. Dieses werde von Frauen und Männern unterschiedlich empfunden. Die Maßeinheit für Glück sei bei Frauen Karat und bei Männern ein Kühlschrank voll Bier. Noch ein Spruch: „Glück bedeutet nicht 6 aus 49, sondern Sex mit 49.“

Insider wissen um Bachs Erlebnisse mit seinem fiktiven Sohn Rüdiger, die auch jetzt in der Schlüchterner Stadthalle wieder zu den Höhepunkten des großartigen Comedy-Abends gehörten. „Ich mag ihn, ich kann ihn nur nicht leiden“, äußerte er sich über „Rüdiger“. Dieser gehöre zu den größten Pechvögeln der Weltgeschichte. „Der Vormittag ist für ihn wie der liebe Gott – er glaubt an ihn, hat ihn aber noch nie gesehen, weil er bis mittags schläft.

Bach zog Publikum in Bann

Leider sei der erwachsene Sohn auch kein Frauentyp. „Und der denkt, dass Taschengeld eine eigene Währung ist.“ Um ihn los zu werden, denke er an eine Zeitungsanzeige: „Penner, Ende 20, zwecks Vermehrung abzugeben.“

Fazit: Bodo Bach verstand es ausgezeichnet, das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Und er erzeugte eine Lachsalve nach der anderen.

Das könnte Sie auch interessieren