Fotos: Fuldamedia, privat

Brand in Bad Soden-Salmünster: Feuerwehr rettet Hund aus Wohnhaus (mit Video)

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Bad Soden-Salmünster - In einem Mehrfamilienhaus in Bad Soden-Salmünster ist am Mittwochmorgen ein Brand ausgebrochen. Die Feuerwehr hat einen Hund aus dem brennenden Gebäude gerettet.

Die Feuerwehr Bad Soden-Salmünster wurde gegen 8.30 Uhr zu einem „Brandeinsatz mit Menschenleben in Gefahr“ in Alsberg alarmiert. Beim Eintreffen der Alsberger Feuerwehr hatte sich durch den Brand bereits starker Rauch entwickelt. Das Feuer war in einer Wohnung im ersten Obergeschoss ausgebrochen.

Haus wohl unbewohnbar

Weil zunächst sowohl Menschen als auch Tiere in dem Haus vermisst worden waren, brachen die Einsatzkräfte die Wohnungstür auf. Unter Atemschutz machten sich die Brandbekämpfer auf die Suche nach den Vermissten. Nach ersten Erkenntnissen konnte ein Hund aus dem Haus gerettet werden. Menschen und weitere Haustiere waren offenbar nicht im Gebäude. Die Feuerwehr ging äußerst vorsichtig vor, weil mehrere Listenhunde – Hunderassen, die rassebedingt als gefährlich angesehen werden – in dem Haus gemeldet sind.

Durch die Flammen und das Löschmittel dürfte das Haus, in dem vier Personen – darunter zwei Kinder – lebten, vorerst unbewohnbar sein. „Es bleibt abzuwarten, inwiefern auch die Wohnräume im Erd- und Untergeschoss in Mitleidenschaft gezogen wurden“, sagte Bürgermeister Dominik Brasch (parteilos) am Einsatzort. Den Personen, die nun vorübergehend kein Dach über dem Kopf haben, sicherte der Bürgermeister Hilfe zu, falls sie nicht bei Verwandten unterkommen könnten.

Mindestens 250.000 Euro Sachschaden

Die Birkenhainer Straße war während des Einsatzes zeitweise voll gesperrt. Die umliegenden Feuerwehren waren mit rund 50 Einsatzkräften vor Ort. Die enorme Hitzeeinwirkung und Verbrennungen machten ihnen teilweise stark zu schaffen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Der Städtische Bauhof sowie das DRK wurden für die Versorgung der Feuerwehrleute eingesetzt. „Wir arbeiten Hand in Hand, damit die Einsatzstelle wieder freigegeben werden kann“, sagte Brasch.

Nach ersten Schätzungen der Polizei liegt der Sachschaden bei mindestens 250.000 Euro. Eine Solaranlage auf dem Dach ist durch das Feuer zerstört worden.

Die Brandursache ist bislang unklar. Ob eine Straftat in Frage kommt, prüft nun die Kriminalpolizei in Gelnhausen. Zeugen, die möglicherweise Verdächtiges beobachtet haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer (06051) 8270 zu melden. / lio

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