Brand in Steinau-Sarrod

Feuerwehr findet toten Rentner: Ortsvorsteher bestürzt - „Das hat uns allen im Ort ganz schön zugesetzt“

  • Selina Eckstein
    vonSelina Eckstein
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Ein Brand in Steinau-Sarrod hat einem 84-Jährigen das Leben gekostet. In der Nacht zum Dienstag war ein Feuer in der Küche seines Fachwerkhauses ausgebrochen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten nur noch die Leiche des Rentners bergen.

Update von 17.28 Uhr: Am Tag darauf steht der Steinauer Ortsteil Sarrod unter Schock. „Unser Mitgefühl gilt der Familie des Opfers, seinem Sohn und der Schwiegertochter. Die beiden leben ja direkt neben dran“, sagt Ortsvorsteher Helmut Stein, der gemeinsam mit anderen Sarrodern bereits in der Nacht zur Unglücksstelle geeilt war.

Der Sohn des Opfers hatte laut Stein offenbar erst viel später von dem Feuer erfahren, da dieser Nachtdienst hatte und nicht zu Hause war. „Das ist eine schlimme Sache, das hat uns allen im Ort ganz schön zugesetzt“, sagt Stein, dessen Haus sich ebenfalls in der Turmstraße in Sarrod befindet.

Feuer in Steinau-Sarrod: Feuerwehr birgt Leiche des Hausbesitzers (84)

Helmut Stein kann von seinem Wintergarten direkt auf das Anwesen mit der Hausnummer 8 schauen. Er habe in der Nacht Sirenen gehört, sagt er, hatte zuerst aber an einen Rettungswagen gedacht. Als dann immer mehr Fahrzeuge zu hören waren, sei er aufgestanden, um nachzusehen. Da habe er festgestellt, dass wohl direkt gegenüber etwas passiert sein musste.

Nach dem Brand in der Küche untersuchen Feuerwehrleute das Fachwerkhaus nach Glutnestern ab.

Laut Stein könnte vielleicht ein Ölofen in der Küche die Brandursache gewesen sein. „Zur Ursache können wir noch keine Angaben geben“, erklärte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Südosthessen in Offenbach auf Anfrage unserer Zeitung. Die Ermittler hätten ihre Arbeit erst aufgenommen. Im Laufe des sollen vermutlich erste Ergebnisse vorliegen.

Erstmeldung vom 20. Oktober, 8.18 Uhr:

Steinau - Nachbarn hatten kurz nach Mitternacht, gegen 0.45 Uhr, das Feuer in dem Fachwerkhaus in der Turmstraße im Steinauer Ortsteil Sarrod bemerkt und den Notruf gewählt. Beim Eintreffen der Feuerwehr schlugen bereits Flammen aus dem Küchenfenster, berichteten Reporter vor Ort. Unter Atemschutz gingen einige Einsatzkräfte in das Gebäude und fanden dort den 84-jährigen Hausbesitzer in der lichterloh brennenden Küche. Er sei zu diesem Zeitpunkt bereits tot gewesen. Auch sein Hund und zwei Vögel verendeten in den Flammen.

Den Brand konnten die rund 40 Feuerwehrleute aus Steinau, Sarrod, Rebsdorf, Rabenstein und Ulmbach schnell unter Kontrolle bringen. Dennoch wurde das Fachwerkhaus massiv beschädigt und war somit zwischenzeitlich auch einsturzgefährdet. Das Haus ist derzeit unbewohnbar.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten nur noch den leblosen Körper des Hausbesitzers bergen.

Den Sachschaden schätzte die Polizei auf rund 60.000 Euro. Warum es zu dem Brand in der Küche des Fachwerkhauses kam, ist noch unklar und soll nun von der Kriminalpolizei ermittelt werden.

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