Fotos: Alexander Gies

Bürgermeister Möller fordert Milliardenhilfen für Firmen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Schlüchtern - Lieferservice, Hotline, viele besorgte Anrufer: Die Stadtverwaltung Schlüchtern befindet sich wie viele andere Kommunen im Krisen-Modus, stellt sich aber so neu auf, dass sie allen Betroffenen zuverlässig Hilfe und Stütze sein will.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung berichten Bürgermeisters Matthias Möller und Erster Stadtrat Reinhold Baier, dass die Stadtverwaltung und sie persönlich in den vergangenen Tagen „unzählige Anfragen zu den unterschiedlichsten aktuellen Sachlagen“ erreicht haben. Vielfach sei Verunsicherung und sogar Angst spürbar gewesen.

Die Anliegen drehten sich um Fragen wie „Wer übernimmt die gezahlten Kindergartengebühren?“, „Wer gibt finanzielle Unterstützung gerade für Klein- oder mittelständische Unternehmen?“, „Wie verhalte ich mich als Bürger in dieser Krisensituation richtig?“ oder „Wie gehe ich mit den ganzen Verordnungen um?“.

Klare Strategie wird gefordert

Möller und Baier betonen ausdrücklich, dass sie die von der Bundes- und Landesregierung getroffenen Entscheidungen „unterstützen und für richtig befinden“. Sie fordern aber von der Bundes- und Landesregierung „eine klare Strategie, wie der regionale Handel, wie mittelständische Unternehmen sowie deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützt werden können.

Hierfür müssen Fördergelder in Milliardenhöhe bereitgestellt werden“, fordern Möller und Baier. Gerade im Klein- und Mittelstand gehe es „ums nackte Überleben“. Deshalb sei rasche, zeitnahe und vor allem eine unkonventionelle Hilfe notwendig.

Keine Musterlösung vorhanden

„Wir müssen Unternehmen in dieser schweren Zeit ideell und finanziell zur Seite stehen“, betonen Möller und Baier. Beide appellieren zugleich an die Unternehmer, ruhig und besonnen zu bleiben und zu „zeigen, dass gerade Schlüchtern und der Bergwinkel innovative und moderne Unternehmen haben“.

In der derzeitigen Situation gebe es keine Musterlösungen für alle anstehenden Probleme, aber im Rathaus ein „leistungsstarkes Team“, das konzentriert und flexibel auf die täglichen Änderungen reagiere und agiere. In diesem Zusammenhang sei es erforderlich, dass Landes- und Bundespolitiker unverzüglich alle erforderlichen Vorschriften und Verordnungen erlassen würden.

Konzept für Kindergartengebühren wird entwickelt

Zum Thema Kindergartengebühren schreiben Möller und Baier, sie könnten die Fragen der Erziehungsberechtigten nachvollziehen. Denn diese zahlten für eine Leistung die in der derzeitigen Situation nicht erbracht werden könne.

„Bitte verstehen Sie auch hier, dass wir derzeit in der Verwaltung mit Hochdruck an einer Lösung arbeiten. Gemeinsam müssen wir ein Konzept entwickeln, welches wir dem Stadtparlament zur Beschlussfassung vorlegen können.“ / ag

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