Fotos: privat, Ulrich Schwind, Sabine Schuchardt

Bürgermeisterwahlkampf Steinau: Acht Kandidaten gehen ins Rennen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Steinau - Jetzt kann es eigentlich keine großen Überraschungen mehr geben. Zumindest, was die Anzahl der Bewerber um das Amt des Steinauer Bürgermeisters angeht. Am Montagabend lief um 18 Uhr die Frist ab, in der die potenziellen Kandidaten ihre Unterlagen samt Unterstützerunterschriften bei Gemeindewahlleiter Jürgen Drechsler im Rathaus einreichen konnten.

Von unserem Redaktionsmitglied Sabine Simon

Klar ist bereits jetzt: Es bahnt sich ein spannender Wettkampf um den Chefsessel im Rathaus an. Am Montagabend bestätigte Gemeindewahlleiter Jürgen Drechsler telefonisch gegenüber unserer Zeitung, die Anzahl der Bewerber, die entsprechende Unterlagen eingereicht haben.

Insgesamt acht Kandidaten wollen nun am 26. April Steinaus nächster Bürgermeister werden, darunter auch der bisherige Amtsinhaber. Wie berichtet, hatte Malte Jörg Uffeln (parteiunabhängig) in der vergangenen Woche – trotz einiger anderslautender Aussagen seinerseits – überraschend eine Kehrtwende eingelegt. Der 55-Jährige tritt doch an.

Uffeln bleibt dabei nicht ohne Konkurrenz. Zur Wahl stellt sich unter anderem der Polizeioberkommissar Ralph Braun. Der 47-Jährige lebt mit Frau und zwei Kindern in Ulmbach. Braun, der im Schichtdienst in der Wache in Schlüchtern tätig ist, tritt als unabhängiger Kandidat an.

Parteiloser Kandidat mit Unterstützung der UBL

Antreten wird außerdem Michael Groblewski als parteiloser Kandidat mit Unterstützung der UBL-Fraktion. Der 70-Jährige ist Hochschullehrer mit den Schwerpunkten italienische Kunstgeschichte, Architektur und Architekturtheorie und pendelt derzeit zwischen Steinau und Darmstadt beziehungsweise Italien.

Und auch er möchte Steinaus nächster Bürgermeister werden: Fred Markus Heiliger. Der 51-jährige Steinauer ist Polizeibeamter und vielen aus der Vereinsarbeit des FV Steinau bekannt. Er ist zudem stellvertretender Kreisjugendwart. Fred Markus Heiliger ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und ist beruflich in Hanau im Einsatz. Auch Heiliger tritt als parteiunabhängiger Kandidat an.

Knobeloch startet unabhängig in Wahlkampf

Timo Jacob-da Rosa geht für die Sozialdemokraten ins Rennen. Der 30-Jährige, der sich gerade in der Einarbeitung zur Sachgebietsleitung der Kreis-Verkehrsbehörde befindet, hat allgemeine Verwaltung studiert. Jacob-da Rosa stammt gebürtig aus dem Altkreis Schlüchtern und lebt mit seinem Ehepartner in Hanau.

Jens Knobeloch, gebürtiger Steinauer, ist 48 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier Kinder. Er ist unter anderem als Unternehmensberater und Interimsmanager tätig. Knobeloch hatte schon länger mit dem Gedanken gespielt, sich um das Amt der Bürgermeisters zu bewerben – und wagt nun einen Versuch. Auch er gehört keiner Partei an und startet unabhängig in den Wahlkampf.

Pauli tritt für FDP an

Marcus Pauli ist den Steinauern ebenfalls bekannt, er sitzt für die BGM im Stadtparlament. Der Diplom-Wirtschaftsinformatiker, der für die Kreditanstalt für Wiederaufbau als Manager in der Konzernentwicklung tätig ist, war bis 2016 als Vertreter der FDP aktiv und tritt auch als Kandidat der Liberalen an. Der 39-Jährige ist verheiratet und hat drei Kinder. Unterstützung erfährt Pauli sowohl von der BGM-Fraktion als auch von der CDU, die keinen eigenen Kandidaten stellt.

Ein weiterer Kandidat ist Marco Thoma. Der 47-Jährige ist ehemaliger Berufsfeuerwehrmann und als freier Journalist tätig. Thoma hat zwei Kinder und lebt mit seiner Lebensgefährtin und deren Tochter seit 2017 im Birsteiner Ortsteil Völzberg. Auch Thoma tritt parteiunabhängig an.

Öffentliche Sitzung am 28. Februar

Eine erste Prüfung auf Vollständigkeit der Unterlagen hat laut Jürgen Drechsler im Wahlausschuss bereits stattgefunden. Die Unterlagen müssen nun in ihrer jetzigen Form dem Wahlausschuss vorgelegt werden. Dieser trifft sich zu einer öffentlichen Sitzung am Freitag, 28. Februar, ab 16 Uhr im Magistratszimmer im Haus am Kumpen. Dort werden alle Bewerber um das Amt des Rathauschefs offiziell verlesen und als Kandidaten bestätigt.

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