Die Kartengrafik der Bahn soll am Beispiel von Hausen mittels „Lärmfarben“ zeigen, dass die Neubaustrecke in der Summe weniger Lärm als die Bestandsstrecke verursacht. Obendrein entstehe dieser oberirdisch viel häufiger weit abseits von Siedlungen.
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Die Kartengrafik der Bahn soll am Beispiel von Hausen mittels „Lärmfarben“ zeigen, dass die Neubaustrecke in der Summe weniger Lärm als die Bestandsstrecke verursacht. Obendrein entstehe dieser oberirdisch viel häufiger weit abseits von Siedlungen.

Lärmschutz und Barrierefreiheit im Fokus

Bundestag gibt 29 Millionen Euro für Neubaustrecke Hanau-Gelnhausen frei

Der Bundestag hat 29 Millionen Euro für den Aus- und Neubau der Bahnstrecke Hanau–Gelnhausen freigegeben. Im Fokus stehen Lärmschutz und Barrierefreiheit.

Hanau/Berlin - Beim geplanten Ausbau der Bahnstrecke zwischen Hanau und Gelnhausen wird verstärkt in den Lärmschutz und die Barrierefreiheit investiert. Der Bundestag beschloss dazu am Mittwochabend in Berlin die Freigabe von 29 Millionen Euro. Damit wurde auch dem Willen der Bürgerbeteiligung entsprochen. Der Beschluss sieht im Detail vor, fünf Millionen Euro in ein hohes Lärmschutzniveau entlang der gesamten Strecke zu investieren, das über das übliche Maß hinaus geht. Weitere fünf Millionen Euro sind für die optische Gestaltung der Lärmschutzwände vorgesehen. Weitere 17,6 Millionen Euro gehen in den barrierefreien Ausbau aller Stationen. 1,4 Millionen Euro sind für die Videoüberwachung der Stationen eingeplant.

„Nachts wird es leiser“, haben die Bahner diese Grafik mit einem Resümee überschrieben. Gelbe Flächen bedeuten, dass die Lärmbelastung in etwa gleich bleiben werde, in den grünen Flächen soll es leiser als zuvor werden. Das Überschreiten des Grenzwerts vom grünen zum gelben Bereich falle künftig weniger deutlich aus.

Gerd-Dietrich Bolte, Leiter Großprojekte Mitte der DB Netz AG, sagte, die Zustimmung des Bundestages zum Beschlussantrag sei ein wichtiger Schritt für die Region und die Verwirklichung des Ausbauvorhabens. Die Entscheidung sorge für die notwendige Planungssicherheit und für die Akzeptanz der Region und der Menschen vor Ort.

Strecke gilt als eine der größten Engpässe im Schienennetz

Die Bahnstrecke von Hanau über Gelnhausen nach Fulda gilt als einer der größten Engpässe im hessischen und bundesweiten Schienennetz. Die Neubaustrecke schafft zusätzliche Kapazitäten. Damit können mehr Fern- und Regionalzüge auf der Strecke fahren. Im Personenfernverkehr soll zudem die Fahrzeit um etwa 13 Minuten verkürzt werden.

Zuletzt hatte das Regierungspräsidium Darmstadt dem Raumordnungsverfahren nach eingehender Prüfung im April zugestimmt. Damit erreichten die Planungen ein weiteres Etappenziel. Nach dem Raumordnungsverfahren folgt das Planfeststellungsverfahren. Dabei geht es um das Baurecht und die Streckendetails.

dpa

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