Erst Impfdosen erreichen den Main-Kinzig-Kreis am Samstag, 26. Dezember.
+
Erst Impfdosen erreichen den Main-Kinzig-Kreis am Samstag, 26. Dezember.

Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Impfstoff gegen Corona erreicht Main-Kinzig-Kreis am 26. Dezember - Start in den Alten- und Pflegeheimen

Der Main-Kinzig-Kreis sieht sich vorbereitet für den Start der Impfungen gegen das Coronavirus. Aus Wiesbaden hätte man die Mitteilung bekommen, dass am 26. Dezember erste Impfdosen geliefert werden.

Main-Kinzig-Kreis - „Wenn der Impfstoff gegen das Coronavirus im Main-Kinzig-Kreis eintrifft, dann sind wir auch in der Lage, die betreffenden Menschen zu versorgen. Das galt am 11. Dezember, das gilt auch heute“, erklärt die Kreisspitze gemeinsam mit Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky anlässlich aktueller Informationen aus Wiesbaden, dass es am 27. oder 28. Dezember „losgehen könnte“.

Impfdosen gegen Corona erreichen Main-Kinzig-Kreis am 26. Dezember

Die mobilen Teams, die vor allem für die Alten- und Pflegeheime, stationären Einrichtungen und die Krankenhäuser aufgestellt wurden, seien kurzfristig einsatzbereit. (Lesen Sie hier: Antworten auf die 20 wichtigsten Fragen zur Corona-Impfung.)

„Laut der offiziellen Mitteilung der Hessischen Landesregierung werden im Laufe des 26. Dezember insgesamt 230 Impfdosen für den Main-Kinzig-Kreis geliefert“, heißt es in der Mitteilung. Die Logistik mit der Kühlung werde über einen professionellen Partner sichergestellt. „Die Logistik steht, die Personen sind an Bord – wir sind bereit“, erklären Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann.

Zum einen sei es eine Erleichterung, dass nun Impfstoffe zur Verfügung stünden, jedoch trübe die geringe Anzahl das Bild. „Natürlich werden wir sofort mehr tun, aber derzeit können wir nur das dort verimpfen, wo es und in welcher Anzahl es zur Verfügung steht. Das ist erst einmal für die Menschen, die in Pflegeheimen oder Klinken leben, gepflegt werden oder arbeiten“, stellen Kreis- und Stadtspitze fest. (Bleiben Sie mit dem News-Ticker zur Corona-Lage in Hessen auf dem Laufenden.)

Bereits in den letzten Tagen hätten Mitarbeiterinnen des Main-Kinzig-Kreises eine Abfrage in den Pflegeheimen durchgeführt, um eine erste Anzahl von „Impflingen“ zu erfragen. „Diese wurden nun mit den Aufklärungsbögen und weiteren Informationen zur Vorbereitung versorgt“, erklärt der Kreis.

In den kommenden Tagen werde geklärt, welche Altenpflegeeinrichtungen in welcher Reihenfolge am 27. Dezember angesteuert werden. „Wir werden an mehreren Punkten gleichzeitig beginnen und bald hoffentlich mit immer mehr zur Verfügung stehenden Impfdosen“, erläutert Gesundheitsdezernentin Simmler.

Kreis- und Stadtspitze: Wir können die Systeme in den Impfzentren hochfahren

Die Personengruppen müssten sich dazu nicht melden, zumal die vom Land Hessen organisierte Infrastruktur für die Terminvergabe noch nicht im Einsatz sei, erklärt der Kreis. Die Koordination erfolge in dieser Phase über die Einrichtungen mit der Impfkoordination des Kreises sowie den Mobilen Impfteams.

„Wir erhalten bereits täglich Anfragen zu der Terminvergabe, doch Impftermine können erst vergeben werden, wenn bekannt ist, wann wie viele Impfdosen geliefert werden“, erläutert Projektleiter Dr. Wolfgang Lenz. Zudem plane das Land derzeit eine zentrale Terminvergabe über eine hessenweite Servicestelle.

Video: So sieht das Impfzentrum in Fulda aus

Die Vorbereitungen würden auf Hochtouren laufen, um die Impfungen zu organisieren. Denn für den 28. und 30. Dezember seien bereits 1290 und 1675 Impfdosen angekündigt. „In der Anlaufphase werden wir die volle Konzentration benötigen, schließlich gab es ein derartiges Szenario niemals zuvor“, betont Lenz. Doch er könne sich auf das Personal verlassen. Die Zusammenarbeit mit den stationären Pflegesystemen sei gut. „Wir sind alle mit einem gemeinsamen Ziel unterwegs: Menschen vor Infektionen zu schützen. Und das am liebsten so früh und so schnell wie möglich“, so Lenz weiter.

„Wir können die Systeme in den Impfzentren hochfahren, sowie sie auch tatsächlich benötigt werden“, berichten Thorsten Stolz, Susanne Simmler und Winfried Ottmann sowie Oberbürgermeister Kaminsky. Seit dem 11. Dezember sei die Infrastruktur bereit, die Personalakquise weitgehend abgeschlossen. Aktuell laufe die Feinabstimmung für die beiden Impf-Standorte Gelnhausen und Hanau, in Kürze beginne die fachliche Einweisung.

„Laut Mitteilung aus Wiesbaden sollen in einer zweiten Phase dann zunächst sechs regionale Impfzentren in Betrieb gehen“, erklären die Kreisspitze und Caminsky. Erst wenn ausreichen Impfstoff zur Verfügung stehe, würden alle 28 hessischen Impfzentren geöffnet. Dazu solle es weitere Mitteilungen an die Einsatzleitungen geben. (lea)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema