Der Main-Kinzig-Kreis will das Eigenkapital der Main-Kinzig-Kliniken um 22 Millionen Euro erhöhen.
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Der Main-Kinzig-Kreis will das Eigenkapital der Main-Kinzig-Kliniken um 22 Millionen Euro erhöhen.

Hilfen in der Corona-Krise

Zukunft der Standorte sichern: Main-Kinzig-Kreis will Eigenkapital der Kliniken erhöhen

Der Main-Kinzig-Kreis will das Eigenkapital der kreiseigenen Main-Kinzig-Kliniken um 22 Millionen Euro erhöhen – und damit die Zukunft der Klinikstandorte in Gelnhausen und Schlüchtern langfristig sichern. 

Schlüchtern/Gelnhausen - Der Kreistag befasst sich in seiner Sitzung am kommenden Freitag, 5. Februar, mit einer entsprechenden Vorlage des Kreisausschusses. „Es ist dringend notwendig, die wirtschaftliche Situation der Main-Kinzig-Kliniken zu stabilisieren und mit einer Erhöhung des Eigenkapitals ein starkes Fundament für eine weiterhin gute Entwicklung unserer kommunalen Kliniken zu legen. Unser klares Ziel ist es, die Zukunftsfähigkeit der Main-Kinzig-Kliniken zu sichern“, erklärt Landrat Thorsten Stolz (SPD) in einer Pressenotiz.

Im ersten Schritt sollen noch in diesem Jahr 10 Millionen Euro bereitgestellt werden, um das Eigenkapital aufzustocken. In den nächsten drei Jahren sollen weitere 12 Millionen Euro hinzukommen. „Dieser Schritt ist ein klares Bekenntnis des Main-Kinzig-Kreises zu seinen Kliniken in Gelnhausen und Schlüchtern, zur wohnortnahen medizinischen Versorgung in der gesamten Region und darüber hinaus auch ein wichtiges Signal an die Mitarbeiter“, betont Stolz. Die Corona-Pandemie habe die ohnehin schon problematischen Rahmenbedingungen bei der Klinikfinanzierung sichtbar gemacht.

In der Corona-Kreis: Main-Kinzig-Kreis will Eigenkapital der Kliniken in Schlüchtern und Gelnhausen erhöhen

Den Krankenhäusern sei es aufgrund des unzureichenden Finanzierungssystems nicht möglich gewesen, wirtschaftliche Reserven aufzubauen. Im Gegenteil: Das Abrechnungssystem mit Fallpauschalen sei nicht dazu geeignet, die finanziellen Folgen der Corona-Krise für die Kliniken in Gelnhausen und Schlüchtern angemessen auszugleichen. Und die vom Bund zur Verfügung gestellten Ausgleichszahlungen reichen laut Stolz nicht aus, um die seit dem Herbst aufgelaufenen Defizite zu decken. (Lesen Sie hier: Mit dem Corona-Ticker für den Main-Kinzig-Kreis bleiben Sie auf dem Laufenden)

In Zahlen

Gesamtumsatz: 155 Millionen Euro

Stationäre Patienten: 34.250 (+950 zu 2020)

Ambulante Patienten: 48.400

Mitarbeiter: 2500 (+200 zu 2020)

Geburten: 1765 (siebtgrößte Geburtsklinik in Hessen).

Gut 75 Millionen Euro wurden in den vergangenen Jahren in den Ausbau der Kliniken in Schlüchtern und Gelnhausen investiert, zum Beispiel die 2019 in Betrieb genommene Medizinische Klinik II sowie die Palliativstation in Schlüchtern. (tim)

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