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Corona im Main-Kinzig-Kreis: Neue Allgemeinverfügung für Kitas

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In einigen Kitas im Landkreis Fulda machen die Kinder regelmäßig Lolli-Tests, um Corona-Infektionen zu ermitteln.
Der Main-Kinzig-Kreis hat eine neue Corona-Allgemeinverfügung für Kitas erlassen. Diese soll den Bürokratieaufwand vermindern. © Peter Kneffel/dpa

Bundesweit sind die Corona-Schutzmaßnahmen in großem Umfang entfallen. Im Bereich der Kinderbetreuung setzt der Main-Kinzig-Kreis seine bisherige Strategie jedoch fort und hat eine Allgemeinverfügung erlassen.

Main-Kinzig-Kreis - Das oberste Ziel sei es laut einer Pressemitteilung des Kreises, die Betreuungssicherheit in Kindergärten und die Eindämmung der Corona-Pandemie als Ziele in Einklang bringe. Landrat Thorsten Stolz wird diesbezüglich in der Mitteilung zitiert: „Wir wollen dabei bleiben, dass die Kinder, die zwar engen Kontakt zu einem infizierten Kind hatten, aber keine Symptome zeigen und obendrein einen aktuellen negativen Test aufweisen, ihre Kita ohne eine lange Unterbrechung besuchen können. Das hat sich nun über viele Wochen bewährt und wird vom Personal der Kitas, der Tagespflege und Horte ausdrücklich begrüßt.“

Die Allgemeinverfügung, die am Freitag (8. April) erlassen wurde, schaffe dafür die notwendigen Voraussetzungen. Der Verwaltungsstab im Main-Kinzig-Kreis hatte das Thema am Donnerstag besprochen. Die einzelnen Handlungsoptionen hatte das Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr vorgestellt. (Lesen Sie hier: Betreuung ukrainischer Flüchtlingskinder - Welche Probleme sich aus dem Gute-Kita-Gesetz ergeben)

Corona im Main-Kinzig-Kreis: Allgemeinverfügung für Kitas erlassen

Dabei betonte Dr. Wolfgang Lenz, Leiter des Amts für Gesundheit und Gefahrenabwehr, dass in den vergangenen Tagen in den Einzelfallentscheidungen bei Corona-Positivbefunden in Kitas fast durchweg analog zur bisherigen Regelung entschieden worden sei. Bloß seien dies seit Montag wieder genau das: individuelle Einzelfallentscheidungen, mit wesentlich mehr Bürokratie und mehr Zeitaufwand.

Nach positivem Test - Das gilt in Kita-Gruppen im Main-Kinzig-Kreis

Wenn ein positiver Testbefund vorliegt, muss sich das Kind für die Dauer von zehn Tagen in häusliche Isolierung begeben. Sollte es sich in der Kita befinden, muss es umgehend abgeholt werden. Nach einem positiven Schnelltest muss das Ergebnis noch mittels PCR-Test verifiziert werden. Eine Freitestung in einem Testzentrum oder in einer Arztpraxis, sofern keine Symptome vorliegen, ist nach sieben Tagen möglich.

Die anderen Kinder der Kita-Gruppe – sofern sie nicht geimpft, nicht genesen sind und nicht an einer Reihentestung in der Einrichtung teilgenommen haben – müssen ebenfalls umgehend aus der Einrichtung abgeholt werden und erhalten ein Betretungsverbot für zehn Tage (ab letztem Kontakt). Sie können sich aber in einem Testzentrum oder in einer Arztpraxis freitesten lassen.

Das Betretungsverbot endet dann unmittelbar für die enge Kontaktperson, wenn der Einrichtungsleitung vor dem erneuten Betreten der Einrichtung ein aktueller Negativbefund von einem Leistungserbringer (Testzentrum, Arzt) vorgelegt wird. Das kann also auch noch am selben Tag sein. Für geimpfte und genesene Kinder und für Kinder in Einrichtungen mit solchen Reihentestungen im laufenden Betrieb entfällt das Betretungsverbot. Sie können am gleichen wie auch an den folgenden Tagen weiter betreut werden. 

„Mit der Allgemeinverfügung schaffen wir eine Klarheit und Einfachheit im Procedere, die allen Seiten zugutekommt. Die Eltern wissen ganz transparent, was auf ihr Kind und sie im Falle eines Falles zukommt“, sagt Dr. Lenz, „und infektiologisch macht dieses Vorgehen Sinn.“

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