Im Main-Kinzig-Kreis könnte eine Busfahrt für einen größeren Anstieg der Corona-Fallzahlen verantwortlich sein. (Symbolfoto)
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Im Main-Kinzig-Kreis könnte eine Busfahrt für einen größeren Anstieg der Corona-Fallzahlen verantwortlich sein. (Symbolfoto)

Schüler und Familien infiziert

Corona-Ausbruch nach Busfahrten im Main-Kinzig-Kreis - Hohe Inzidenz ebbt wieder ab

Fahrten mit einer Schulbuslinie sind im Main-Kinzig-Kreis wohl für einen größeren Anstieg der Fallzahlen verantwortlich. Wie der Kreis nun mitteilt, konnten 105 Fälle dem Corona-Ausbruch zugeordnet werden. Neben Schülern sind auch deren Familien betroffen. Mittlerweile seien die größeren Ausbrüche wieder eingedämmt.

Update vom 7. Oktober, 16.10 Uhr: Wie die Gesundheitsdezernentin des Main-Kinzig-Kreises, Susanne Simmler, jetzt mitteilt, seien die größeren Ausbrüche wie jüngst im Schlüchterner Raum mit über 130 direkt und indirekt Betroffenen mittlerweile eingedämmt. Dies wirke sich auf die Sieben-Tages-Inzidenz (78) für den gesamten Kreis aus. 

Update vom 25. September, 8.18 Uhr: Das Gesundheitsamt in Gelnhausen ermittelt aufgrund des erhöhten Aufkommens von Corona-Infektionen seit dem vergangenen Wochenende. Diese haben offenbar in (Schul-)Busfahrten im Raum Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis) ihren Anfang genommen. Bis Freitagmittag hat die Kreisbehörde 105 Fälle diesem Ausbruch zuordnen können, die mittels PCR-Text laborbestätigt sind. 

Update vom 23. September, 17.34 Uhr: Der Corona-Ausbruch, der wohl in Busfahrten im Schlüchterner Raum seinen Anfang genommen hat, weitet sich aus: Bis Donnerstagmittag hat der Kreis 82 laborbestätigte Fälle diesem Ausbruch zuordnen können. Das berichtet die Kreispressestelle. Zum größten Teil handelt es sich um Kinder und Jugendliche, die vergangene Woche mit dem Bus zu ihrer Schule gefahren sind. Teilweise hat sich das Virus in den Familien der Kinder weiterverbreiten können.

Schwerpunktmäßig sind die Bergwinkel-Grundschule und die Stadtschule Schlüchtern betroffen. Für nunmehr zehn Schulen hat der Kreis tägliches Testen in den Klassen sowie die Maskenpflicht auch am Platz angeordnet. „Noch immer melden die betreffenden Schulen positive Schnelltests, so dass der Ausbruch noch nicht als vollständig eingedämmt betrachtet werden kann“, so die Verantwortlichen. 

Corona im Main-Kinzig-Kreis: Ausbrauch nach Fahrt mit Schulbus

Update vom 22. September, 15.09 Uhr: Wie ein Pressesprecher des Main-Kinzig-Kreises am Mittwoch mitteilte, hat das Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr 64 laborbestätigte Fälle dem Corona-Ausbruch zuordnen können. Zum größten Teil handele es sich um Kinder und Jugendliche, die vergangene Woche mit dem Bus zu ihrer Schule gefahren sind. Teilweise habe sich das Virus in den Familien der Kinder weiterverbreiten können.

„Vereinzelt wurden auch Fälle gemeldet, die mit dem Bereich Schule nichts zu tun haben, also keine Schule besuchen, die aber eben insbesondere zu Beginn der vergangenen Woche mit dem Bus unterwegs gewesen sind“, heißt es aus der Kreisstelle. Daher gehe der Main-Kinzig-Kreis „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es sich um ein Infektionsumfeld im Bereich der Schülerbeförderung auf den benannten Buslinien handelt“. Schwerpunktmäßig sind die Bergwinkel-Grundschule und die Stadtschule Schlüchtern betroffen.

Corona-Fälle nach Fahrt mit Schulbus im Main-Kinzig-Kreis

Der Main-Kinzig-Kreis habe die Verfügung zum täglichen Testen und zur Maskenpflicht am Dienstag auf die Bergwinkelschule als zehnte Schule ausgeweitet. Auch am Mittwoch sind noch aus den Schulen Meldungen zu positiven Schnelltests eingetroffen, sodass die Ermittlungen weitergehen und es gut möglich sei, dass es am Ende mehr als diese 64 Fälle sind.

Erstmeldung vom 21. September, 10.56 Uhr:

Main-Kinzig-Kreis - „Das Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr hat am Samstag mit den Ermittlungen begonnen, zu denen wir bisher nicht viel mehr sagen können, als dass es Coronavirus-Infektionen an mehreren Schulen und auch an einer oder mehreren Betreuungseinrichtungen gegeben hat. Wir können aber aufgrund dieser einer wesentlichen Gemeinsamkeit bei mindestens 28 Neuinfizierten annehmen, dass sie sich vergangene Woche auf einer Busfahrt angesteckt haben. Ein großer Teil der Kinder besucht die Bergwinkel-Grundschule“, erläuterte Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler. 

Noch am Sonntag hatte der Verwaltungsstab des Kreises in einer außerordentlichen Sitzung die Lage beraten und in die weitere Recherche des Ausbruchs auch den Betreiber der Buslinie eingebunden, teilte der Main-Kinzig-Kreis nun mit. Bei den Schulen und Kitas, die entlang der Buslinien liegen, hätten der Kreis und die Schulleitungen zudem die Lehrerschaft, Schülervertreter und Eltern informiert.

Main-Kinzig-Kreis: Corona-Ausbrauch nach Fahrt mit Schulbus

Erste Schulen wurden zudem bereits am Wochenende um eine frühzeitige Testung der Schülerinnen und Schüler in den Klassen gebeten, möglichst direkt zu Schulbeginn am Montag. Bis Montagmittag erhielt der Main-Kinzig-Kreis bereits von 30 positiven Schnelltests Kenntnis. Die betroffenen Kinder werden nun mittels PCR-Tests noch genauer untersucht.

Aufgrund des neuen Ausbruchs hat der Main-Kinzig-Kreis eine neue Verfügung für die neun Schulen erlassen, die von der in Frage stehenden Buslinie bedient werden. Bei den neun Schulen handelt es sich um die Stadtschule, die Bergwinkel-Grundschule, die Grundschule in Vollmerz, das Ulrich-von-Hutten-Gymnasium, die Kinzig-Schule und die Heinrich-Hehrmann-Schule in Schlüchtern, die Henry-Harnischfeger-Schule in Bad Soden-Salmünster, die Brüder-Grimm-Schule in Steinau sowie die Verbundschule Wallroth-Hintersteinau in Hintersteinau.

28 registrierte Neuinfektionen bei Schülern - Pendler der Buslinien werden gewarnt

Für diese Schulen gilt nun, dass die Maskenpflicht wie in den ersten beiden Schulbesuchswochen fortgesetzt wird. Ebenso gibt es eine Verpflichtung auf tägliche Schnelltests. Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Main-Kinzig-Kreis finden Sie in unserem News-Ticker.

Die Ermittlungen des Amts für Gesundheit und Gefahrenabwehr gehen in den nächsten Tagen weiter, wobei der Main-Kinzig-Kreis davon ausgeht, dass am Dienstag und Mittwoch zusätzliche positive Laborbefunde rund um das Infektionsgeschehen während der Busfahrt eintreffen werden. In seiner Sitzung am Montagmorgen hat der Verwaltungsstab daher entschieden, die vorsorglichen Testungen und Schutzmaßnahmen auf einen größeren Radius auszuweiten.

Video: Das Corona-Update für Hessen

„Wir können nicht ausschließen, dass es auch noch andere Übertragungswege, eine Weiterverbreitung innerhalb oder außerhalb der Einrichtungen oder gar Infizierte in weiteren Schulen oder Kitas gegeben hat, die bisher noch nicht im Zusammenhang mit diesem Ausbruchsgeschehen standen. Das wird sich erst im Laufe der Woche klären lassen. Wir informieren jede betroffene Einrichtung umgehend und empfehlen jeweils die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen für die gesamte Schulgemeinde“, so Susanne Simmler.

Der Main-Kinzig-Kreis bittet alle Pendlerinnen und Pendler, die vergangene Woche mit Bussen der Linien MKK 90, MKK 91, MKK 95 oder MKK 98 unterwegs gewesen sind und nun Erkältungssymptome aufweisen, sich schnellstmöglich an einer der Teststellen im Kreisgebiet auf das Coronavirus testen zu lassen und vorsorglich Kontakte zu Mitmenschen auf ein Minimum zu reduzieren bis ein Negativnachweis vorliegt. (akh)

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