Auch SPD-Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler half ehrenamtlich beim Corona-Impfmarathon in Hanau im Main-Kinzig-Kreis mit.
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Auch SPD-Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler half ehrenamtlich beim Corona-Impfmarathon in Hanau im Main-Kinzig-Kreis mit.

Über 300 freiwillige Helfer

Großer „Impfmarathon“ in Hanau - Mehr als 4000 Menschen geimpft

Mehrere tausend Menschen haben am Wochenende bei dem zweitägigen Impfmarathon des Main-Kinzig-Kreises in Hanau die Gelegenheit genutzt, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

+++ 15.03 Uhr: Nach Angaben des Main-Kinzig-Kreises haben sich beim Impfmarathon in Hanau insgesamt 4700 Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen. Über 300 Helfer und Ärztinnen und Ärzte - alle ehrenamtlich ohne Honorar im Einsatz - ermöglichten, dass an beiden Tagen bis nach Mitternacht geimpft werden konnte.

Update vom 13. Dezember, 8.19 Uhr: Auch am Sonntagnachmittag herrschte bei den sechs Impfstraßen in der August-Schärttner-Halle Hochbetrieb, wie ein Sprecher des Landkreises sagte. Bis dahin zählten die rund 300 freiwilligen Helfer, die sich an der Aktion beteiligten, mehr als 3300 Menschen, die sich ihre Erst-, Zweit- oder Booster-Impfung bei der Aktion abholten.

Corona im Main-Kinzig-Kreis: Über 4000 Menschen beim „Impfmarathon“ in Hanau

Der Impfmarathon gehört zu einer ganzen Reihe von Aktionen des Landkreises namens „Dein Pflaster“, bei denen sich Bürgerinnen und Bürger ohne Termin gegen Covid-19 impfen lassen können.

Bei dem zweitägigen Impfmarathon wurden die Schutzimpfungen in der Sport- und Veranstaltungshalle am Samstag und Sonntag jeweils 17 Stunden lang verabreicht. Für alle über 30 war der Impfstoff Moderna vorgesehen, für Menschen unter 30 Jahren sowie für Schwangere Biontech. Der Landkreis hatte Kapazitäten für mehr als 4000 Impfungen vorgesehen.

Lesen Sie hier die Erstmeldung vom 10. Dezember: Hanau - „Schon jetzt geht ein ausdrücklicher Dank an all die Menschen, die unserer Aktion so positiv gegenüberstehen und die unseren Aufrufen gefolgt sind. Das hat es in dieser Dimension nach meiner Kenntnis noch nirgends gegeben. Und der Zweck ist ein durchweg guter und positiver: Wir wollen mehrere tausend Menschen in diesen 34 Stunden impfen, in denen die Schärttner-Halle geöffnet sein wird“, betont Susanne Simmler (SPD) als Kreis-Gesundheitsdezernentin.

Denn: „Für uns ist das ein toller Beweis, dass gerade jetzt Menschen zusammenstehen und sich für ihre Mitmenschen einsetzen. Neben dem Piks ist das Zeichen so wichtig, das von dieser Aktion ausgeht.“ (Lesen Sie hier: Main-Kinzig-Kreis eröffnet siebte Corona-Impfstelle - zudem Sonderimpfungen ohne Termin)

Corona im Main-Kinzig-Kreis: „Impf-Marathon“ in Hanau am Wochenende

Der Impfbetrieb läuft an beiden Wochenendtagen jeweils von 7 bis 24 Uhr. Es werden vorab keine Termine vergeben, sodass längere Wartezeiten vorsichtshalber einzukalkulieren sind. Für Menschen über 70 Jahre sowie Personen mit Behinderung wird die Möglichkeit eröffnet, rascher zu einer Corona-Impfung zu kommen.

In der August-Schärttner-Halle werden sechs „Impfstraßen“ eingerichtet.

Verimpft wird der mRNA-Impfstoff von Moderna, alternativ können die Interessierten das Vakzin von Johnson & Johnson erhalten. Der mRNA-Impfstoff von Biontech ist ausschließlich Personen vorbehalten, die unter 30 Jahre alt oder schwanger sind. Eine freie Auswahl zwischen Moderna und Biontech sei aufgrund der in den vergangenen Wochen nur noch kontingentierten Liefermenge an Biontech-Vakzinen nicht vorgesehen. Die Kapazitäten von Halle und Personal sind für mindestens 4000 Impfungen ausgelegt, Impfstoff ist laut einer Pressenotiz ausreichend da.

Grundsätzlich kann sich jeder Impfberechtigte seine Vakzindosis abholen, ob nun Erst-, Zweit- oder Drittimpfung. Auffrischungsimpfungen werden in der Regel sechs Monate nach Ende der Impfserie ermöglicht, jedoch frühestens nach fünf Monaten. Die anderen Impfangebote des Kreises, etwa die „Dein-Pflaster“-Impfstellen, bleiben am Wochenende weiterhin geöffnet.

Insgesamt könnten im Main-Kinzig-Kreis bis Ende dieser Woche mit rund 14.000 Impfungen so viele Impfdosen verabreicht werden – so wie in keiner Woche zuvor in diesem Jahr.

Wer sich beim Impf-Marathon impfen lassen will, muss ein gültiges Ausweisdokument, das Krankenkassenkärtchen sowie nach Möglichkeit das Impfbuch mitbringen. Wer die Abläufe selbst beschleunigen will, sollte auch die weiteren Bögen zur Impfung schon ausgefüllt mitbringen. Sie sind abrufbar auf der Kampagnenseite „Dein Pflaster“ unter www.mkk.de. (Mit unserem Corona-Ticker für den Main-Kinzig-Kreis bleiben Sie immer auf dem Laufenden)

Video: Das Impfzentrum in Fulda öffnet - Corona-Schutzimpfungen starten

Der Impf-Marathon wird von Freiwilligen getragen. Aus Unternehmen, Hilfs- und Rettungsverbänden, dem Technischen Hilfswerk, Verwaltungen, aus privaten Initiativen heraus bis hin zur Politik haben sich viele Hundert Menschen bereiterklärt, diese in Hessen fraglos einzigartige Sonderimpfaktion ehrenamtlich zu ermöglichen, heißt es in der Pressenotiz des Kreisausschusses.

Die Impfungen werden durch medizinisches Fachpersonal verabreicht, die Impfdosen von Apotheken vorbereitet. Bei allen übrigen Stationen – Empfang, Ansprechpartner, Betreuung im Wartebereich, Registrierung, Logistik und Dokumentation – kommen die Ehrenamtlichen zum Einsatz.

Die Kreisspitze um Landrat Thorsten Stolz und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler sowie Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (alle SPD), der die August-Schärttner-Halle für insgesamt vier Tage frei zur Verfügung stellt, verbinden ihren Dank mit der Bitte um Respekt und Geduld vor Ort in der Halle. Ein breites bürgerschaftliches Bündnis ziehe hier an einem Strang, „ganz im Dienste jener Menschen, die für eine Impfung anstehen“. Dies verdiene Anerkennung und Dank von allen Seiten, betonen Landkreis- und Stadtverwaltung unisono. (hgs, mln, akh)

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