Coronavirus - Protest gegen Corona-Politik im Main-Kinzig-Kreis
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Zahlreiche „Spaziergänge“ im Main-Kinzig-Kreis wurden am Montagabend von der Polizei begleitet. (Symbolfoto)

Bilanz der Polizei

Protest gegen Corona-Regeln: Zahlreiche Spaziergänge im Main-Kinzig-Kreis

  • Selina Eckstein
    VonSelina Eckstein
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In zahlreichen Städten in Hessen sind am Montagabend Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen zu demonstrieren - auch im Main-Kinzig-Kreis. In Fulda kam es zu Zwischenfällen.

Fulda/Main-Kinzig-Kreis - Im Corona-Hotspot Fulda hat die Polizei am Montagabend eine nicht angemeldete Ansammlung von Gegnern der aktuellen Corona-Maßnahmen aufgelöst. Dabei habe ein Versammlungsteilnehmer die Einsatzkräfte angegriffen, sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten hätten Pfefferspray eingesetzt, die Person sei festgenommen worden.

Die Versammlung wurde laut Polizei aufgelöst, da keine Masken getragen und keine Abstände eingehalten wurden. Außerdem habe es keinen Versammlungsleiter gegeben. In der Spitze nahmen rund 1000 Personen an dem Aufzug teil, wie die Polizei am späten Montagabend mitteilte.

Auch in anderen Städten in Hessen gingen am Abend Menschen auf die Straße, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren - etwa in Frankfurt, Kassel oder Gießen. Die Versammlungen waren nach Angaben von Polizeisprechern teils angemeldet, teils nicht. In Frankfurt seien rund 100 Menschen unterwegs gewesen, es blieb zunächst friedlich, sagte ein Polizeisprecher. (Mit dem Corona-Ticker für Hessen bleiben Sie auf dem Laufenden)

Corona im Main-Kinzig-Kreis: Zahlreiche Proteste gegen Maßnahmen

Zahlreiche Menschen haben sich auch im Main-Kinzig-Kreis sowie in Offenbach an den sogenannten Montagsspaziergängen beteiligt. Wie das Polizeipräsidium Südosthessen berichtet, wurden bei insgesamt 19 Veranstaltungen rund 2200 Personen gezählt. Vielerorts wies die Polizei dabei mit Lautsprecherdurchsagen unter anderem auf die bestehenden Corona-Bestimmungen hin.

Insgesamt seien die Aktionen friedlich und ohne besondere Vorkommnisse verlaufen. Störungen seien nicht festgestellt worden. Lediglich zwei dieser Ansammlungen waren als Versammlungen angemeldet. In Hanau kamen etwa 50 Personen bei einer angemeldeten Mahnwache zusammen.

Menschen in Schlüchtern demonstrieren gegen Corona-Regeln

Im Main-Kinzig-Kreis fanden außerdem acht nicht angemeldete Veranstaltungen mit etwa 1100 Teilnehmern statt - in Bad Orb, Bruchköbel, Gelnhausen, Langenselbold, Maintal-Hochstadt, Nidderau, Schlüchtern sowie Steinau an der Straße. In Schlüchtern beteiligten sich etwa 200 Personen, teilte die Polizei mit.

Auch in der Stadt Offenbach waren etwa 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Innenstadt friedlich unterwegs. Zudem begleitete die Polizei im Landkreis Offenbach nicht angemeldete Veranstaltungen in Obertshausen, Mühlheim am Main, Dietzenbach, Jügesheim, Seligenstadt, Dreieichenhain, Sprendlingen und Langen. Ein angemeldeter Aufzug fand in Neu-Isenburg statt. An den Aktionen nahmen insgesamt über 1000 Personen teil. (Mit dem Corona-Ticker für den Main-Kinzig-Kreis bleiben Sie auf dem Laufenden)

Corona-Demos: Hessische Polizei steht im engen Austausch mit Kommunen

Wie die Polizei in Offenbach mitteilte, sei die hessische Polizei auch weiterhin sehr wachsam, beobachte kontinuierlich die Entwicklung der Versammlungslagen und begegne diesen „mit jeweils angepassten Einsatz- und Kräftekonzeptionen.“ Zur Einsatzbewältigung erfolge zudem ein enger Austausch mit den Kommunen. (mit dpa-Material)

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