Corona-Test
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Die Inzidenz im Main-Kinzig-Kreis sinkt seit einigen Tagen. (Symbolbild)

Weiterhin viele Fälle

Main-Kinzig-Kreis wertet Rückgang bei Corona-Inzidenz lediglich als Momentaufnahme

Die Zahl der Neuinfektionen mit Corona im Main-Kinzig-Kreis sind seit einigen Tagen rückläufig. Doch der Kreis wertet dies nur als Momentaufnahme.

Main-Kinzig-Kreis - Die Sieben-Tage-Inzidenz hatte vergangene Woche Dienstag noch bei 337 gelegen, dem vorläufigen Höchststand. Bis Donnerstag ist dieser Wert auf 248 gesunken. Tägliche Zahlen finden Sie stets in unserem Corona-Ticker. Für Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler „ist das zwar ein begrüßenswerter Trend, den wir derzeit aber lediglich als Momentaufnahme werten“, heißt es in einer Mitteilung des Main-Kinzig-Kreises.

Der Rückgang beim Sieben-Tage-Inzidenzwert ist in allen Altersgruppen derzeit zu erkennen. Sowohl bei den jüngeren als auch bei den älteren Generationen sind die Werte so niedrig wie seit gut drei Wochen nicht. Hintergrund der eher zurückhaltenden Bewertung ist die Ausbreitung der Virusvariante Omikron in Deutschland. Die Entwicklung in anderen Staaten zeige, mit welcher Dynamik Omikron wieder für höhere Fallzahlen sorge, so die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler.

Corona im Main-Kinzig-Kreis: Rückgang bei Inzidenz lediglich Momentaufnahme

„Wir tun derzeit ganz Wesentliches, um den Menschen einen besseren Schutz für solch eine Situation zu bieten, und das ist natürlich das Impfen. Dennoch müssen wir davon ausgehen, dass sich das Virus, wenn auch mit milderen Symptomen bei den geimpften Trägerinnen und Trägern, in der Bevölkerung wieder mit höherem Tempo ausbreitet“, erklärt Simmler.

Wegen der befürchteten sehr schnellen Ausbreitung sei es notwendig auf Bundes- und Landesebene nicht nur wachsam abzuwarten, sondern auch vorbeugendes Handeln an den Tag zu legen. „Wir sollten nach 24 Monaten gelernt haben, dass das Virus sich nicht nach unseren Wünschen richtet. Es ist auch nicht alles in Ordnung, wenn ein paar Tage die Neuinfektionen sinken, sondern wie schon seit Beginn der Pandemie gilt es, das eigene Handeln sehr umsichtig zu überprüfen, die ‚AHA+L-Regeln‘ einzuhalten und sich impfen zu lassen“, so Simmler weiter.

An stationären Impfangeboten und mobilen Impfaktionen im Rahmen von „Dein Pflaster“ mangelt es nicht. Vergangene Woche konnten fast 15.000 Menschen darüber geimpft werden. In dieser Woche ragt die Impf-Aktion in Maintal besonders heraus, wo Samstag und Sonntag jeweils von 9 bis 20 Uhr geimpft wird (Bürgerhaus Bischofsheim).

Inzidenz im Main-Kinzig-Kreis sinkt - Omikron-Variante aber weiter bedenklich

In der kommenden Woche sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreises an drei Tagen im Spessart-Forum Sport in Bad Soden-Salmünster im Einsatz: am Montag von 10 bis 15 Uhr, am Dienstag von 9 bis 15 Uhr sowie am Mittwoch von 12 bis 18 Uhr.

Zudem sind die ersten Dein-Pflaster-Impftermine für Fünf- bis Elfjährige vergeben, los ging es am Freitag im Klinikum Hanau und den Main-Kinzig-Kliniken, gefolgt von drei Dein-Pflaster-Impfstellen in der kommenden Woche. Die genauen Termine und alle Informationen zur Impfung und zur Anmeldung sind auf der Kampagnenseite „Dein Pflaster“ auf der Kreishomepage zu finden (www.mkk.de). Kinder werden ausschließlich mit Vorabtermin geimpft. Seit Mittwoch können die ersten Termine online gebucht werden, bis Mittwochabend waren schon über 800 Zeitfenster vergeben.

Angesichts der hohen Nachfrage nach Impfungen wird der Main-Kinzig-Kreis auch in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr stationär Angebote für Interessierte ab zwölf Jahren machen. Die Dein-Pflaster-Impfstelle in Wächtersbach hat sogar noch am 24. Dezember und an Silvester, 31. Dezember, geöffnet, jeweils von 10 bis 15 Uhr. Auch „zwischen den Jahren“ können die Impfstellen besucht werden. Die genauen Standorte und Öffnungszeiten sind auf der Kreishomepage zu finden. (ah)

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