Ein Schüler macht vor der ersten Stunde an einer Schule einen Corona-Schnelltest.
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Zum Beginn des neuen Schuljahres werden Schülerinnen und Schüler dreimal pro Woche getestet. (Symbolbild)

Schulstart 2021

Corona im Main-Kinzig-Kreis: Unterricht mit geänderten Quarantäne-Regelungen

Zum Schulstart im Main-Kinzig-Kreis informiert das Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr Schulen über die neuen Quarantäne-Regelungen. Zudem beginnt die Installation der Luftfilteranlagen.

Main-Kinzig-Kreis – Das Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr hat die Schulen zum Start des neuen Schuljahres über das geänderte Vorgehen nach den Sommerferien informiert, heißt es in einer Pressemitteilung des Main-Kinzig-Kreises. Das Land Hessen hatte hierzu in den vergangenen Tagen die neuen Regeln in einem Erlass verfasst, die für die Schulen geänderte Quarantänemaßnahmen vorsehen. 

„Wir alle haben im Sinne unserer Kinder natürlich das Ziel, den Unterricht in Präsenz soweit irgend möglich stattfinden zu lassen. Wenn wir eines gelernt haben sollten, dann dass Schule mehr ist als Wissensvermittlung und unsere Schüler und Schülerinnen wieder mehr Alltag brauchen. Darauf liegt unsere Priorität“, erklärt Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler gemeinsam mit Schuldezernent Winfried Ottmann. (Mit dem Corona-Ticker für den Main-Kinzig-Kreis bleiben Sie auf dem Laufenden)

Corona im Main-Kinzig-Kreis: Schulstart mit geänderten Quarantäne-Regeln

Die neuen Regeln in Hessen sehen vor, dass im Falle einer Infektion nicht mehr die komplette Schulklasse in Quarantäne muss. „Unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, das Staatliche Schulamt und die Schulleitungen sind deshalb in engem Austausch, um für die nächsten Tage alle neuen Regelungen so umzusetzen, dass der Schulbetrieb möglichst reibungslos und auch bei einzelnen Quarantänefällen funktionieren wird“, erklären Simmler und Ottmann. Der Landkreis beginnt ebenfalls in dieser Woche mit der Installation von Lüftungsgeräten vorrangig in Grundschulen und weiterführenden Schulen der fünften und sechsten Klassen.

Besondere Maßnahmen gelten während der ersten zwei Wochen im neuen Schuljahr: Maskenpflicht auch am Sitzplatz sowie Testungen dreimal pro Woche in der Schule. Sollte innerhalb dieser Zeit eine Infektion per PCR-Test bestätigt werden, sieht der Landkreis derzeit – natürlich in Beachtung der individuellen Situation und im Einklang mit der Erlasslage in Hessen – vor, die unmittelbaren Sitznachbarn weiterhin am Unterricht teilnehmen zu lassen.

Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr informiert Schulen über neue Quarantäne-Regelungen

„Das Masketragen sowie die Lüftungsregelungen in den Klassenzimmern vermindern deutlich das Infektionsrisiko im nahen Umfeld. Es besteht daher nicht generell die Notwendigkeit, die Schüler und Schülerinnen automatisch nach Hause zu schicken“, erläutert Christoph Höhn, kommissarischer Leiter des Sachgebiets Hygiene und Umweltmedizin und neuer Leiter des Teams Schule im Landkreis. (Lesen Sie hier: Main-Kinzig-Kreis: Mehr Busse zum Schulstart - Verkehrsbetriebe setzen auf Entkeimungsgeräte)

Dr. Wolfgang Lenz, Leiter des Amts für Gesundheit und Gefahrenabwehr, versichert: „Natürlich erfolgt sofort eine umfangreiche und individuelle Situationsermittlung von unserer Seite rund um den Indexfall und seine Kontakte und dann können individuelle Entscheidungen getroffen werden. Aber DEN Standardfall gibt es eben nicht.“ Sollte ein Fall aufgetreten sein, werden außerdem in den folgenden zwei Wochen die Lehrkräfte und der gesamte Klassenverband täglich getestet, um Entwicklungen direkt zu erkennen. 

Corona im Main-Kinzig-Kreis: Installation von Luftfilteranlagen in Schulen beginnt

Der Quarantäne-Zeitraum beträgt 14 Tage, kann aber vorzeitig enden. Ein positiv auf das Coronavirus getesteter Schüler oder eine Schülerin darf sich ab dem siebten Tag nach Feststellung des positiven Testergebnisses per PCR testen lassen. Bei einem negativen Ergebnis endet die Isolation. Ist ein Schüler oder eine Schülerin enge Kontaktperson eines Infizierten, ist ab dem fünften Tag eine Freitestung möglich. Muss sich ein Schulkind absondern, da es im privaten Umfeld Kontakt zu einer infizierten Person hatte, kann ab dem zehnten Tag ein Test gemacht werden.

Gesundheitsdezernentin Simmler erklärt: „Wir haben unser Impfangebot sehr flexibel gestaltet: Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren können täglich zwischen 11 und 18 Uhr im Impfzentrum in Begleitung eines Erziehungsberechtigten geimpft werden. Auch unsere Impfbusse, die auf ihren Touren verschiedene Städte und Gemeinden anfahren, bieten Impfungen ab 12 Jahren an – wohnortnah und unkompliziert.“ (ah)

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