Nächtliche Ausgangssperre Corona Hessen Verstöße Polizei
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Wegen der hohen Inzidenz gibt es im Main-Kinzig-Kreis eine nächtliche Ausgangssperre. Die Polizei hat nun ein erstes Resümee gezogen. (Symbolfoto)

In der Corona-Pandemie

Ausgangssperre im Main-Kinzig-Kreis und Fulda: Polizei zieht erstes Resümee - So viele Verstöße hat es gegeben

  • Tim Bachmann
    vonTim Bachmann
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Die nächtliche Ausgangssperre, die zwischen 21 und 5 Uhr im gesamten Main-Kinzig-Kreis gilt, wurde auch von der Polizei sowie den Ordnungsämtern der Kommunen überwacht. Nun zieht die Polizei für das gesamte Kreisgebiet ein durchweg positives Resümee. Derweil macht die Polizei Osthessen eine Ankündigung.

Main-Kinzig-Kreis/Fulda - „Die Bürger waren sehr diszipliniert“, äußerte sich Schlüchterns Stationsleiter Frank Uffelmann auf Nachfrage unserer Zeitung zur Ausgangssperre im Main-Kinzig-Kreis wegen der hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen. „Wir sind sehr zufrieden. So weit ich es weiß, musste kein Verstoß geahndet werden.“ (Lesen Sie hier: Der Corona-Ticker für den Main-Kinzig-Kreis)

Detailliert geht Andrea Ackermann aus der Pressestelle des Polizeipräsidiums Südosthessen auf das Kontroll-Wochenende im Zuge der Ausgangssperre in der Corona-Pandemie ein. Denn im Präsidium wurde kreisweit erfasst, wer kontrolliert und wie viele Verstöße geahndet wurden. Anhand einer „Strichliste“ lässt sich die erstmalige Kontrolle einer Ausgangssperre genau rekonstruieren. So waren die Beamten von Samstag, 12., auf Sonntag, 13. Dezember, im Westkreis und Umland von Hanau unterwegs, um dort von 21 bis 5 Uhr Autokontrollen durchzuführen. Bei zwölf kontrollierten Personen seien acht Verstöße registriert und vier Bußgeldverfahren eingeleitet worden. Im Stadtgebiet Hanau wurden in diesem Zeitraum 15 Personen, die nicht in einem Fahrzeug unterwegs waren, überprüft: kein einziger Verstoß. Bei 22 weiteren Autokontrollen im Stadtgebiet wurde ein Verstoß registriert und ein Verfahren eingeleitet.

Corona-Ausgangssperre im Main-Kinzig-Kreis: Polizeisprecherin lobt Verhalten der Menschen

In der Nacht auf den 14. Dezember sind im Umland von Hanau 21 Personen kontrolliert worden: Elf Verstöße gegen die Ausgangssperre zogen elf Verfahren nach sich. Zur selben Zeit waren die Streifen aus der Polizeistation Bad Orb im Ostkreis unterwegs, um 52 Personen zu kontrollieren: zehn Verstöße und ebenso viele Bußgeldverfahren. Beachtliches am Rande: Ab 3 Uhr seien im Ostkreis nur noch Zeitungsausträger und Personen auf dem Weg zur Arbeit unterwegs gewesen. „Absolut vorbildlich“, lobt Ackermann.

Zeitgleich wurden im Westkreis 25 Personen kontrolliert: sieben Verstöße und Verfahren. Und tags drauf wurde im Stadtgebiet Hanau sogar von 19 bis 7 Uhr kontrolliert: acht Personen, vier Verstöße.

40 Verstöße gegen die Ausgangssperre registriert - Polizei in Offenbach zieht positives Resümee

Insgesamt wurden folglich 40 Verstöße und 36 eingeleitete Bußgeldverfahren gegen die Ausgangssperre auf der „Strichliste“ der Polizei aufaddiert.

„Das ist das erste Mal, dass wir Präsenz während einer Ausgangsbeschränkung gezeigt und Personen kontrolliert haben, daher ist eine Bewertung jetzt nicht so einfach“, sagt Andrea Ackermann. Aber: „Der Großteil der Bewohner im Main-Kinzig-Kreis hält sich an die Ausgangssperre. Trotz der festgestellten Verstöße lässt sich ein positives Resümee ziehen.“

Landkreis Fulda: Kontrolle der Ausgangssperre soll ausgeweitet werden

Ebenso positiv: In den Lagebildern der Polizei ist nichts vermerkt worden, dass irgendwo Widerstand gegen Aufforderungen der Ordnungshüter geleistet worden wäre.

Auch im Landkreis Fulda wurden mit Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkungen am letzten Wochenende erste Kontrollen von der Fuldaer Polizei durchgeführt. „Hierbei zeigten sich die allermeisten Menschen verantwortungsbewusst und hielten sich an die geltende Allgemeinverfügung. Auch in den kommenden Tagen wird die osthessische Polizei ihre Kontrolltätigkeiten fortsetzen und diese auf den Landkreis Hersfeld-Rotenburg und den Vogelsbergkreis ausweiten“, kündigte die Polizei an.

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