Eine Corona-Party mit 24 Gästen hat die Polizei in Hanau aufgelöst. In derselben Wohnung war sie bereits im Januar eingeschritten. (Symbolbild)
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Eine Corona-Party mit 24 Gästen hat die Polizei in Hanau aufgelöst. In derselben Wohnung war sie bereits im Januar eingeschritten. (Symbolbild)

24 Gäste in Wohnung

Polizei stoppt Corona-Party im Main-Kinzig-Kreis - Gastgeber hat mit Escort-Damen schon im Januar gefeiert

  • Sabine Kohl
    vonSabine Kohl
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Eine Party mit 24 Gästen hat die Polizei in Hanau aufgelöst, nachdem Nachbarn sich über die laute Musik beschwert hatten. Der Gastgeber ist den Beamten wohlbekannt: Bereits im Januar beendeten sie in derselben Wohnung eine Feier mit 35 Personen, darunter zwei Escort-Damen.

Hanau - Laut Polizei scheint der Bewohner der Dachgeschosswohnung auf die regelmäßige Bewirtung zahlreicher Gäste eingerichtet zu sein. Wie der Einsatzleiter berichtet, fanden die Beamten, als sie in der Nacht zu Donnerstag gegen 23.45 Uhr die Party auflösten, eine „für die wiederkehrende Bewirtung einer größeren Gruppe von Gästen“ eingerichtet Wohnung vor.

24 Frauen und Männer zwischen 21 und 49 Jahren hatten sich in der Langstraße in Hanau im Main-Kinzig-Kreis zu einer Geburtstagsparty getroffen. Das laut Polizei „üppige Büffet“ blieb aber wohl weitgehend unangetastet, da nach Eintreffen der mit sieben Streifen angerückten Beamten alle Gäste außer dem Bewohner aus der Wohnung verwiesen wurden.

Corona-Party im Main-Kinzig-Kreis: Polizei beendet die Feier - Gastgeber bereits bekannt

Gegen alle Partygäste wurden Verfahren wegen Verdachts auf Nicht-Einhaltung der Corona-Bestimmungen eingeleitet. Zudem wurde die Gesundheitsbehörde des Main-Kinzig-Kreises informiert. „Trotz des jähen Endes der Feier zeigten sich die Party-People gegenüber den Beamten durchweg kooperativ und einsichtig“, schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung.

Ob der Gastgeber der Party sich gegenüber der Justiz als Wiederholungstäter verantworten muss, geht aus der Pressemitteilung nicht hervor, liegt aber nahe. Denn es war nicht das erste Mal, dass die Polizei in diesem Jahr eine Party in der Dachgeschosswohnung auflöste. Den Ermittlern fiel besonders die Einrichtung der Wohnung* auf. „Sie sieht nicht so aus, als würden dort jemand wohnen“, berichtet ein Polizeisprecher laut op-online. Vielmehr vermittelte sie den Eindruck einer umgebauten Party-Location. Ob diese nun dauerhaft dichtgemacht wird, können die Ermittler nicht sagen.

Gastgeber feierte zum zweiten Mal Corona-Party: Im Januar waren zwei Escort-Damen dabei

Bereits im Januar hatte sich die Nachbarschaft bei den Beamten über zu laute Musik aus der Wohnung beschwert. Damals fanden die Ordnungshüter sogar 35 Gäste und ein club-ähnliches Ambiente vor: Sitzlounges, ein DJ-Pult, Stehtische, Getränkekühlschränke und Geldspielautomaten. In zwei Zimmern hatten damals sogar zwei Escort-Damen ihre Dienste angeboten, berichtet die Polizei. *op-online ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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