Wenn es nach dem Willen von Bürgermeister Matthias Möller geht, dann wird es in diesem Jahr wieder rund gehen beim Kalten Markt (wie 2019).
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Wenn es nach dem Willen von Bürgermeister Matthias Möller geht, dann wird es in diesem Jahr wieder rund gehen beim Kalten Markt (wie 2019).

Trotz Corona

Schlüchterns Bürgermeister Matthias Möller will für den Kalten Markt 2021 kämpfen: „Ich liebe dieses Fest“

„Ich liebe dieses Fest. Ich werde dafür kämpfen, dass der Kalte Markt stattfinden kann – egal zu welchen Bedingungen.“ Mit diesen Worten hat Schlüchterns Bürgermeister Matthias Möller (parteilos) klargestellt, dass er nicht gewillt ist, das Heimatfest 2021 der Corona-Pandemie zum Opfer fallen zu lassen.

Schlüchtern - Der anvisierte Termin für den Kalten Markt in Schlüchtern ist 5. bis 8. November. Die Stadtverordneten beschlossen gegen die Stimmen der FDP und bei zwei Enthaltungen, den Markt durchzuführen „und die Planungen der Pandemie-Situation anzupassen“. 2020 musste der Kalte Markt wegen Corona abgesagt werden.

2021 soll er hingegen wieder stattfinden - trotz Corona. Der Magistrat in Schlüchtern wurde beauftragt, zusammen mit dem Schaustellerverband ein Hygienekonzept zu erstellen. In der Begründung wird festgehalten, dass „der Markt aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie nicht so wie gehabt durchgeführt werden kann“. Die Durchführung sei von den dann gültigen Verordnungen und Vorschriften zur Pandemie-Bekämpfung abhängig.

Corona: Schlüchterns Bürgermeister kämpft für den Kalten Markt 2021

Die Kritik der FDP entzündete sich daran, dass „die wichtigsten Akteure des Kalten Marktes, der amtierende Präsident, der Club der Präsidenten und der Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft diese Vorlage nicht kennen und unserer Kenntnis nach auch ablehnen“, sagte Alexander Klüh.

Über diese Aussage hatte sich Schlüchterns Bürgermeister Matthias Möller schon im Haupt- und Finanzausschuss gewundert und eine Mitarbeiterin telefonisch befragt. Deren Aussage: Die Corona-Vorlage steht im Einklang mit den Akteuren. Möller: „Selbstverständlich betreiben wir die Planungen mit den Genannten. Es kann sein, dass es am Ende nicht klappt, aber wir werden alle Möglichkeiten ausloten.“

Jörn Hagemann, Präsident des Clubs der Kalte-Markt-Präsidenten, bestätigte auf Nachfrage, er kenne die Vorlage nicht, er gehe aber damit grundsätzlich konform und vertraue darauf, dass die Präsidenten bei den Planungen ebenso mit ins Boot geholt werden wie all die Jahre zuvor.

Gerd Neumann (Grüne) betonte, man werde Schlüchtern sicher nicht zu einem osthessischen Ischgl werden lassen, aber jetzt gehe es darum, den Menschen eine Perspektive aufzuzeigen und ein bisschen Hoffnung und Lebensfreude zu verbreiten. Wenn der Markt nicht möglich sei, werde sicher auch keiner stattfinden. Rainer Grammann (FDP) sagte: „Stand heute kann ich mir einen Kalten Markt wie sonst nicht vorstellen.“ (ag)

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