Das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises hat die Strategie für Schulen in der Corona-Pandemie modifiziert. 
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Das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises hat die Strategie für Schulen in der Corona-Pandemie modifiziert. 

Strategie an Schulen wird angepasst

Viele Schüler und Lehrer in Quarantäne: Gesundheitsamt im Main-Kinzig-Kreis reagiert auf steigende Corona-Zahlen

  • Alexander Gies
    vonAlexander Gies
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Das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises hat die Schulen sowie Eltern- und Schülervertreter darüber informiert, wie das Vorgehen der Ermittlungen des Gesundheitsamtes bei positiven Testergebnisse in weiterführenden Schulen künftig ablaufen wird. 

Main-Kinzig-Kreis - Grundsätzlich erklärte der Leiter des Gesundheitsamts Main-Kinzig, Dr. Siegfried Giernat: „Unsere Erkenntnisse, die ermittelten Infektionsketten sowie die Ergebnisse der Klassentestungen gerade aus den letzten Tagen und Wochen haben gezeigt, dass auch bei der derzeitigen Infektionslage die Schulen keine Orte der unkontrollierten Weiterverbreitung des Coronavirus sind.“

Das sei auch eine Bestätigung für die Einschätzung, dass offenbar die Hygienekonzepte der Schulen sowie das Verhalten von Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern eine Übertragung wirksam unterbinden würden. So hatten auch die meisten Schulleiter im Kreis Fulda die Situation bewertet.

Corona im Main-Kinzig-Kreis: 1000 Schüler sind in Quarantäne - Gesundheitsamt reagiert

Derzeit befinden sich aber dennoch annähernd 1000 Schülerinnen und Schüler sowie nochmals ungefähr 90 Lehrerinnen und Lehrer in Quarantäne (Stand: 2. November). Es müsse sich etwas ändern, sagte der Leiter des Gesundheitsamtes. „Auf Dauer kann das System Schule so nicht weiter funktionieren, und unsere Erkenntnisse aus den Testungen zeigen eine individuellere Vorgehensweise an.“

Aufgrund dieser Erkenntnisse sowie der Hygiene- und Abstandsregeln und der geltenden Maskenpflicht in den weiterführenden Schulen wird der Main-Kinzig-Kreis im Einklang mit den geltenden Empfehlungen in der Corona-Pandemie sowie der Vorgehensweise anderer Gesundheitsämter ab der Jahrgangsstufe 5 deshalb seine Maßnahmen präzisieren. (Lesen Sie hier: Erneuter Corona-Lockdown: Diese Maßnahmen gelten jetzt)

Gesundheitsamt konkretisiert Ermittlungen von Kontaktpersonen in Bezug auf Corona

„Um eines klar zu sagen: Jede Infektion eines Mitgliedes der Schulgemeinde wird selbstverständlich weiterhin individuell nachverfolgt. Jede Situation wird mit dem Betroffenen sowie der Schul- und Klassenleitung ermittelt. Danach werden individuelle Maßnahmen getroffen. Damit können wir die Eingriffe so gering wie möglich halten“, erläutert Giernat vom Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises weiter.

Es werden weiterhin durch das Gesundheitsamt gemeinsam mit der Schul- und Klassenleitung ausnahmslos in jedem Fall eines Erkrankten individuelle Ermittlungen angestellt. Dabei werden die jeweiligen Kontakt-1-Personen ermittelt, nachverfolgt und häuslich isoliert sowie ein Corona-Test veranlasst oder angeboten.

Überall dort, wo Abstand gewahrt, Mund-Nasen-Bedeckungen getragen und das Hygienekonzept eingehalten wurde, werden Mitschülerinnen und Mitschüler sowie Lehrpersonal als Kontakt-2-Personen eingestuft. Bei asymptomatischen Kontaktpersonen ist keine Testung notwendig. Sollten nachträglich Beschwerden auftreten, ist ein sofortiger Kontakt zum Hausarzt und dem Gesundheitsamt sowie die Isolierung im häuslichen Umfeld dringend angeraten.

Corona-Infektionsketten an Schulen im Main-Kinzig-Kreis bisher nicht aufgetreten

Mit dieser Anpassung reagiert das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises auf die Tatsache, dass Corona-Infektionsfälle in der Schulgemeinde bis heute nahezu vollständig durch Einträge von außen (familiäres Umfeld, Sport, nachmittägliche Aktivitäten etc.) zurückzuführen sind. Infektionsketten innerhalb der Schulen seien bisher nicht aufgetreten. (Lesen Sie hier: Die aktuelle Situation der Corona-Pandemie finden Sie in unserem Ticker für den Main-Kinzig-Kreis)

Die Vorgehensweise gilt nicht für Grundschulen und Kindergärten. Die Rahmenbedingungen in der aktuellen Situation der Corona-Pandemie sind hier anders. Da im Klassenverband in den Grundschulen und auch in den Gruppen der Kindertagesstätten nicht durchgehend Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden, wird das Gesundheitsamt hier auch weiterhin vermehrt Schülerinnen und Schüler als Kontaktpersonen der Kategorie 1 festlegen. „Wichtig ist, dass auch weiterhin in jedem Einzelfall vom Gesundheitsamt im Main-Kinzig-Kreis ermittelt und die Maßnahmen individuell festgelegt werden.“

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