Unser Bild zeigt die Spessart-Therme in Bad Soden-Salmünster, die ebenso wie die Toskana-Therme in Bad Orb seit Mitte März geschlossen ist.
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Geschlossen: Die Spessart-Therme in Bad Soden-Salmünster.

Rettungsschirm für Kurstädte?

Thermen zu, keine Gäste: Landrat und Bürgermeister fordern Unterstützung vom Land

Main-Kinzig-Landrat Thorsten Stolz und die Bürgermeister aus Bad Soden-Salmünster und Bad Orb hoffen auf Unterstützung durch Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne). Ein Rettungsschirm des Landes soll Kurstädten und ihren Thermen durch die Corona-Krise helfen.

Main-Kinzig-Kreis – „Unsere Kurstädte benötigen dringend finanzielle Unterstützung in Form eines Rettungsschirms vom Land Hessen, um die gravierenden Einnahmeausfälle, die sich durch die Corona-Pandemie insbesondere auch im Bereich der Thermen und des Kurbetriebs ergeben haben, ausgleichen zu können. Es geht hier um das wirtschaftliche Überleben unserer Bädereinrichtungen.“ Das erklären Landrat Thorsten Stolz und die Bürgermeister der beiden Kurstädte, Dominik Brasch (Bad Soden-Salmünster) und Roland Weiß (Bad Orb) in einem gemeinsamen Appell an Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir.

Die Situation sei insbesondere für die Thermen besorgniserregend. „Dabei sind sie das Herzstück und der Motor einer jeden Kurstadt“, erklärt Landrat Stolz. „Bis auf die Abgabe von verschreibungspflichtigen therapeutischen Anwendungen können durch Einschränkungen keine Leistungen mehr erbracht werden, die zu Einnahmen führen. Von den Schließungen waren auch die am Ort befindlichen Übernachtungsbetriebe betroffen, die seitdem keine kurbeitragspflichtigen Übernachtungen mehr anbieten und abwickeln konnten“, führt Bürgermeister Brasch aus.

Trotz der Einnahmeausfälle müssten die laufenden Kosten weiterhin bestritten werden, etwa für die Bewirtschaftung des Kurparks und der angeschlossenen Grünflächen sowie des Wohnmobilstellplatzes in Bad Soden-Salmünster. Brasch rechnet beim Thermenbetrieb derzeit mit einem Einnahmeausfall von rund einer Million Euro.

„Fest steht: Die Kurstädte können die negativen Effekte der Corona-Krise aus eigener Kraft nicht abwenden. Neben den bereits bewilligten Soforthilfen für Unternehmen erscheint daher ein Rettungsschirm des Landes für unsere hessischen Kurstädte als einzige Möglichkeit, diese Krise zu überstehen und den Kurstädten eine Perspektive zu bieten“, betont Landrat Stolz.

zen

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