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Coronavirus nimmt Einfluss auf die Bürgermeisterwahl in Steinau

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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STEINAU - Wahlkampf in Zeiten von Corona – das bedeutet für die Kandidaten in Steinau, sich auf Veränderungen einzustellen. Und so sagen sie zum Teil – wie von der Kreisverwaltung vorgeschlagen – ihre Wahlkampf-Termine ab. Und widmen sich nun anderen Ideen.

„Ich stehe im Austausch mit dem Main-Kinzig-Kreis und habe mit meinem Team die Entscheidung getroffen, meine Veranstaltungen bis auf Weiteres abzusagen.

Das ist auch die Empfehlung der SPD-Hessen“, sagt zum Beispiel Timo Jacob-da Rosa (SPD). „Ich bin dem Gesundheitswesen als Rettungssanitäter nicht fremd, daher sind mir der Ernst der Lage und die möglichen Infektionsketten durchaus bewusst. Jeder trägt eine Mitverantwortung dafür, dass die Ausbreitung des Virus nach Kräften verlangsamt wird“, erklärt er seinen Schritt weiter.

„Keine andere Wahl“

Auch der parteilose Kandidat Ralph Braun aus Ulmbach sieht derzeit davon ab, Wahlkampfveranstaltungen durchzuführen. „Der aktuell grassierende Corona-Virus lässt mir keine andere Wahl“, erklärt er.

Um Interessierten dennoch die Gelegenheit zu geben, sein Wahlprogramm und politische Schwerpunkte kennenzulernen, stehe er jederzeit für „Fragen, Anregungen und Wünsche zur Verfügung, gerne auch persönlich bei Ihnen oder bei mir zu Hause“, sagt der Polizist.

Darüber hinaus werde er „in multimedialen verfügbaren Formaten“ Stellung nehmen und die Schwerpunkte seiner künftigen Aufgaben als möglicher Bürgermeister vermitteln, erklärt Braun.

Viele Ideen für Vorstellung

Auch Jacob-da Rosa ist es bewusst, „dass es für die eigene Wahlentscheidung wichtig ist, den Kandidaten kennenzulernen. Mein Team und ich haben viele Ideen, wie ich mich bis zur Bürgermeisterwahl am 26. April in Steinau bei den Menschen in dieser Situation vorstellen könnte“. Aber nichts ersetze das direkte Gespräch, so der Sozialdemokrat. In den kommenden Tagen werde er Alternativen vorstellen, wie Interessierte ihn kennenlernen können. Zum Beispiel über seine Internetseite. Corona hin oder her, an den Sprechstunden in seinem Bürgerbüro (Montag und Donnerstag, 18 bis 19 Uhr) werde er zunächst festhalten.

Hartnäckiges Gerücht

Hartnäckig halte sich aktuell ein Gerücht, die Bürgermeisterwahl solle aufgrund des Corona-Virus möglicherweise verschoben werden. Diesem Vorschlag gibt Jacob-da Rosa eine Absage: „Da ein Bürgermeister spätestens drei Monate vor Ende der laufenden Amtszeit gewählt werden muss, haben wir mit dem Wahltermin am 26. April bereits die Grenzen ausgereizt. Zudem gibt es ja die Möglichkeit, sicher zu wählen.“

Briefwahl möglich

Zudem macht er auf die Möglichkeit der Briefwahl aufmerksam, die sechs Wochen vor der Wahl – also ab heute – mit Zusendung der Wahlbenachrichtigung möglich ist. „Das ist sogar ohne Wahlbenachrichtigung möglich, da es genügt, wenn man im Wahlregister verzeichnet ist. Entweder können die Unterlagen direkt im Rathaus beantragt werden. Ich gehe aber davon aus, dass die Stadt es auch ermöglicht, per E-Mail oder Fax die Briefwahlunterlagen anzufordern.“ / tim

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