Carsten Kauck (von links), Herbert Bien und Heinz Breitenbach vor dem Neu- und Altbau der Main-Kinzig-Kliniken am Standort Gelnhausen.
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Carsten Kauck (von links), Herbert Bien und Heinz Breitenbach vor dem Neu- und Altbau der Main-Kinzig-Kliniken am Standort Gelnhausen.

Forderung an Bund und Land Hessen

Freien Wähler des Main-Kinzig-Kreises fordern Finanzmittel für Kliniken

Die Freien Wähler Main-Kinzig machen in einer Pressemeldung auf die Situation der Main-Kinzig-Kliniken aufmerksam. Gleichzeitig fordern sie den Bund und das Land Hessen auf, den Kliniken in den kommenden Jahren zusätzliche Finanzmitteln zur Verfügung zu stellen.

Schlüchtern/Gelnhausen - „Die Main-Kinzig-Kliniken haben sich in der Corona-Krise erneut bewährt“, stellen die Freien Wähler Main-Kinzig fest. Es sei eine Leistung, die man nicht hoch genug würdigen könne, was Pflegepersonal und Ärzte binnen weniger Tage zu Beginn der Pandemie auf die Beine gestellt haben.

Die Kliniken in Gelnhausen und Schlüchtern seien binnen kürzester Zeit auf den Krisenmodus umgestellt worden, um im Bedarfsfall Covid 19-Patienten behandeln zu können. Währenddessen sei der Notfallbetrieb für alle anderen Patienten gewährleistet gewesen.

Main-Kinzig-Kliniken in Corona-Zeiten: Umstellung auf Krisenmodus

Diese Umstellung auf Krisenmodus habe den Main-Kinzig-Klinken einen hohen Preis abverlangt, heißt es in der Pressemeldung der Freien Wähler Main-Kinzig. Zahlreiche geplante Operationen mussten zurückgestellt werden. Weitere Patienten seien aus Angst vor einer möglichen Corona-Ansteckung ferngeblieben.

Dies alles hätten die Kliniken auf der Einnahmenseite hart getroffen. Einnahmen seien weggebrochen während auf der Ausgabenseite die Kosten geblieben seien beziehungsweise bedingt durch die Umstellung auf den Krisenmodus und die damit verbundene Anschaffung von zusätzlicher Schutzkleidung sowie Beatmungsgeräten sogar gestiegen seien.

Main-Kinzig-Kliniken in Corona-Zeiten: Finanzielle Herausforderungen

Dies alles treffe die Main-Kinzig-Kliniken in einer Zeit, in der die Kliniken sich einer finanziellen Herausforderung gegenübersehen. Mit Beschlüssen des Kreistages haben die Main-Kinzig-Kliniken in den vergangenen Jahren und auch in den nächsten Jahren Investitionen von über 60 Millionen Euro in den Ausbau und in die Modernisierung der beiden Klinikstandorte in Gelnhausen und Schlüchtern getätigt.

Aktuell sei der Neubau am Klinikstandort in Gelnhausen, der vor seiner Fertigstellung steht, zu nennen. „Diese Investitionen werden von der Kreispolitik in der guten Absicht getätigt, weiterhin den Bürgern eine adäquate und gute medizinische Versorgung vor Ort, im Kreis zu garantieren“, sagte der FW-Fraktionsvorsitzende Heinz Breitenbach.

Main-Kinzig-Kliniken in Corona-Zeiten: Freie Wähler fordern, dass Kosten erstattet werden

Für die Freien Wähler Main-Kinzig sei daher klar, dass Bund und Land den Kliniken die auf die Corona-Pandemie zurückzuführenden Kosten erstatten müssen, um die Wirtschaftlichkeit und somit den Bestand der Kliniken zu sichern.

Zwar hätten Bund und Land bereits die Erstattung von Kosten zugesagt, die Freien Wähler Main-Kinzig wollen sichergestellt wissen, dass nicht nur von Pauschalbeträgen für eine gewisse Zahl von Beatmungsplätzen die Rede sei, sondern dass den Kliniken die tatsächlichen durch die Pandemie-Vorkehrungen entstandenen Kosten erstattet werden, heißt in der Pressemitteilung.

Freie Wähler fordern zusätzliche Finanzmittel für Main-Kinzig-Kliniken

Darüber hinaus fordern die Freien Wähler Main-Kinzig den Bund und das Land Hessen auf, den Kliniken in den kommenden Jahren zusätzliche Finanzmitteln zur Verfügung zu stellen, mit denen diese in die Lage versetzt werden, sich auf derartige Krisensituationen vorzubereiten und entsprechende Infrastruktur, Ausstattung und Ausrüstung vorzuhalten.

„Wir dürfen, was die medizinische Versorgung unserer Bürger im Kreis in Pandemie- oder Krisenzeiten betrifft, nie mehr so unvorbereitet überrascht werden wie im März dieses Jahres“, sagten Heinz Breitenbach und Carsten Kauck abschließend.  

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