Foto: Elisabeth Schmitt

Covid-Ausbruch in Pflegeheim in Bad Soden-Salmünster – 18 Personen positiv getestet

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Bad Soden-Salmünster - In einer Pflegeeinrichtung in Bad Soden-Salmünster hat es einen Covid-19-Ausbruch ausgegeben. Betroffen sind, Stand Freitag, insgesamt 13 Bewohnerinnen und Bewohner sowie fünf Personen aus dem Personal der Einrichtung Curata. Eines der Häuser steht auf Anordnung des Gesundheitsamts nun komplett unter Quarantäne.

Eine weitere Ausbreitung ließ sich innerhalb des Hauses dennoch nicht verhindern. Ein zweiter Bewohner zeigte wenige Tage später auch Symptome und wurde ebenfalls positiv getestet. Das Gesundheitsamt veranlasste daraufhin, alle 37 Bewohner und auch das zuständige Personal des Hauses testen zu lassen.

Eine Frau in stationärer Behandlung

Deren Ergebnisse liegen dem Main-Kinzig-Kreis seit Donnerstagabend vor: Elf weitere Menschen sind positiv auf das Virus getestet worden. Daraufhin hatte der Main-Kinzig-Kreis die Heimleitung aus Bad Soden-Salmünster in eine Sondersitzung des Verwaltungsstabs am Karfreitagmorgen hinzugeholt und besprach mit ihr die weiteren Schritte.

Von den insgesamt 13 erkrankten Bewohnerinnen und Bewohnern befindet sich eine Frau in stationärer Behandlung. Über die Betreuung aller weiteren zwölf Personen haben sich die Heimleitung und der Verwaltungsstab des Main-Kinzig-Kreises intensiv ausgetauscht.

Aufgrund der überwiegend milden Symptomatik derzeit, verbunden mit den individuellen Pflegebedarfen, haben sie sich darauf verständigt, sie weiterhin in der Einrichtung unter strengen Hygiene- und Isolationsbedingungen zu betreuen. Vorsorglich hat der Main-Kinzig-Kreis die nahegelegenen Main-Kinzig-Kliniken sowie den Rettungsdienst über die Situation informiert, um kurzfristig auf eine veränderte Lage schnell reagieren zu können.

Betreten des Gebäudes nicht ohne Kontrolle

Das Gesundheitsamt wird den Gesundheitszustand der isolierten Personen engmaschig überwachen. Curata in Bad Soden-Salmünster informiert derzeit die Bewohnerinnen und Bewohner wie auch die Angehörigen über die aktuelle Situation.

Für die Arbeit in dem Pflegeheim ändert sich zunächst wenig. Schon nach Bekanntgabe des ersten positiven Testergebnisses in der vergangenen Woche hatte die Heimleitung in Absprache mit dem Gesundheitsamt die Sicherheitsvorkehrungen für Personal und Bewohner weiter hochgefahren.

Unter anderem arbeite das Personal der insgesamt zwei Häuser seither schon strikt voneinander getrennt, wie die Heimleitung am Freitag berichtete. Besuch von außen ist in der Einrichtung seit Mitte März nicht mehr möglich. Nun darf auch rein formal niemand mehr das Gebäude ohne Kontrolle betreten, Ausnahmen gibt es lediglich für den grundlegenden medizinischen und pflegerischen Bedarf. Die ärztliche Versorgung sei gesichert, so die Heimleitung. / akh

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