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AOK droht Taxifahrern in Main-Kinzig mit 50.000 Euro Strafe

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

Schlüchtern - Der Streit zwischen der AOK und den Taxifahrern im Main-Kinzig-Kreis droht zu eskalieren. Die Krankenkasse droht mit einer saftigen Geldstrafe, sollten die Fahrer nicht mit dem gesetzlichen Mindestlohn vergütet werden. Die Unternehmen klagen, dass sich Krankenfahrten dann nicht mehr rentieren würden.

Zwischen den Taxi-Unternehmern im Main-Kinzig-Kreis und der AOK ist ein Streit über die Bezahlung von Krankenfahrten entbrannt. Die Krankenkasse droht mit einer Vertragsstrafe von bis zu 50.000 Euro, wenn die Fahrer nicht mit dem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro vergütet werden, verweigert aber die von den Firmen geforderte deutliche Anhebung der Kilometerpauschale.

Einen Euro gab es bislang von der AOK für die Krankentransporte pro Kilometer, plus eine Pauschale von 1,50 Euro. Dieser Satz soll jetzt ab Januar auf 1,08 Euro und eine Pauschale von 1,80 Euro angehoben werden. Die Krankenfahrten rentierten sich nicht mehr, wenn die Unternehmer den Fahrern den gesetzlichen Mindestlohn zahlen müssten. Auch Schlüchterner Taxibetreiber fordern eine bessere Vergütung. Die AOK hingegen betrachtet ihr Angebot als fair und bestreitet den Vorwurf der "Sittenwidrigkeit und des Verstoßes gegen Wettbewerbsbeschränkungen".

Mathias Hörning vom zuständigen Fachverband Pkw-Verkehr informiert die Mitglieder der „Taxi IG MKK" Donnerstag, 30. Oktober, ab 19.30 Uhr im Bürgerhaus in Wächtersbach über den aktuellen Stand der Verhandlungen.

Einen ausführlichen Bericht mit Stellungnahmen regionaler Taxiunternehmer sowie der AOK und einer Beispielrechnung lesen Sie in unserer Donnerstagsausgabe und im E-Paper. / anz, au

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