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Ehepaar Gutberlet nach 20 Jahren ehrenamtlicher Seelsorgearbeit verabschiedet

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

Schlüchtern - Mehr als 20 Jahre lang haben Christine und Gerhard Gutberlet ehrenamtlich im Krankenhaus Dienste an Kranken sowie für katholische Gottesdienste geleistet. Aus Altersgründen wurden sie im Anschluss an den Gottesdienst im Andachtsraum aus ihren Ämtern verabschiedet.

Der Dank kam spürbar von Herzen. Keiner der hauptamtlichen Seelsorger kann sich die Krankenhausseelsorge ohne das Ehepaar Gutberlet vorstellen, denn die beiden waren einfach immer da. Christine Gutberlet war es, die katholische, aber auch mal evangelische Kranke besuchte, sie auf die Gottesdienste aufmerksam machte und gemeinsam mit ihrem Mann dann die Patienten dazu abholte und wieder in die Zimmer brachte. Gerhard Gutberlet versah Küsterdienste: Er holte genügend Stühle, verteilte Gesangbücher, sorgte für die Vorbereitung und das Aufräumen vor und nach den Gottesdiensten.

Sie waren "der gute Geist", der die gesamte Krankenhausarbeit zum Teil ausmachte. Sie versahen ihren Dienst mit "großer Liebe, großer Treue und absoluter Zuverlässigkeit", wie Pfarrer Lech Kowalewski betonte. Gute Geister seien die Engel. Deshalb habe er ein Buch mit Engeln als Geschenk ausgewählt – zur Erinnerung an die Menschen hier, besonders an die Kranken. Denn es sei nicht einfach im Krankenhaus. Dorothee Stitz, Pastoralreferentin für Klinikseelsorge, rekapitulierte die Dienste des Ehepaars und hob ihr Engagement hervor. Auch der anwesende Pfarrer Manfred Kopka dankte mit dem schlichten "Gott vergelt's" und betonte: "Alles war perfekt mit Ihnen." Das Paar habe als "guter Geist" zum "Eigentlichen" in der Klinikseelsorge gehört, die ja das ganze Haus umfasse, auch die Pflegenden und hier anderweitig Beschäftigten. Ein solcher guter Geist trage letztendlich zur Heilung bei. Er könne sich gar nicht vorstellen, wie es ohne das Paar weitergehen solle. Christine und Gerhard Gutberlet, 75 und fast 84 Jahre alt, beenden ihren auch körperlich anstrengenden Dienst aus Altersgründen.

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