Wegen eines Kaminbrands in der Obertorstraße 36 in Schlüchtern mussten am Sonntag die letzten zehn Wagen des Faschingsumzugs umgeleitet werden. Der Brand erwies sich zum Glück als nicht folgenreich. / Foto: Hanns Szczepanek

Einsätze am Faschingswochenende: Kaminbrand, Bengalos und Schläge ins Gesicht

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Region - Polizei und Rettungsdienste mussten am Faschingswochenende zu einigen Einsätzen ausrücken.

Von unserem Redaktionsmitglied Alexander Gies

Noch während der Faschingsumzug am Sonntag in Schlüchtern in vollem Gang war, wurde die Feuerwehr, die schon mit der Verkehrssicherung betraut war, gegen 15.30 Uhr zu einem Brandeinsatz in die Obertorstraße 36 gerufen. Dort hatte sich ein Kamin-/ Schornsteinbrand entwickelt. Die Kameraden, die inklusive Stadtbrandinspektor Werner Kreß mit 16 Mann, der Drehleiter und einem Löschfahrzeug angerückt waren, löschten das Feuer im Ofen und setzten diesen außer Betrieb.

Auch wurden Schornstein und das übrige Gebäude auf Brandnester untersucht. Dem Mieter wurde aufgetragen, den Ofen erst wieder zu nutzen, wenn der Schornstein fachmännisch gereinigt worden ist. Die zwischenzeitlich alarmierten Kräfte aus Elm konnten unverrichteter Dinge wieder umkehren.

Zwei Körperverletzungen in Steinau

Vom Faschingsumzug am Samstag in Steinau vermeldete die Polizei zwei Fälle einfacher Körperverletzung. So wurde um 14.30 Uhr am Bellingser Tor ein 20-jähriger Steinauer von einem Unbekannten gestoßen, so dass dieser zu Boden fiel und sich leicht verletzte. Der Täter ist flüchtig.

Gegen 15 Uhr wurde in der Ringstraße ein 21-Jähriger aus Brachttal von einer ihm bekannten Person ins Gesicht geschlagen und leicht verletzt. Als die Polizei eintraf, hatte sich der Tatverdächtige bereits entfernt. Ebenfalls während des Umzugs meldete der Sicherheitsdienst, dass auf einem Zugwagen Bengalos abgebrannt worden seien, die dann in der Zuschauermenge gelandet seien.

Der Wagen wurde angehalten und nach weiterer Pyrotechnik durchsucht. Nachdem nichts gefunden wurde, konnte der Wagen seine Fahrt fortsetzen. Keine Bestätigung gab es für Berichte, dass weit nach Ende des Umzugs zwei Gruppen von Zugteilnehmern im Bereich der Turnhalle in Streit darüber geraten seien, wem der Bus zustehe, der die Teilnehmer wieder nach Hause bringen sollte.

100 Kräfte im Einsatz

Insgesamt waren beim Steinauer Umzug rund 100 Kräfte von DRK, Feuerwehr, Polizei, Sicherheitsdienst und Bauhof im Einsatz. Matthias Scholl, Organisatorischer Leiter Rettungsdienst des Main-Kinzig-Kreises, berichtete am Sonntag gegenüber unserer Zeitung, das DRK habe insgesamt 18 Patienten am Behandlungsplatz am Mühlberg versorgt. Das sei ein niedriger Wert.

Drei davon seien zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht worden. In einem Fall musste ein Beinbruch ausgeschlossen werden, ein anderer habe eine Gehirnerschütterung erlitten, beim dritten sei eine Schnittwunde genäht worden.

Kooperation sei gut verlaufen

15 Patienten habe man noch vor Ort behandeln und wieder entlassen können. Dabei sei es um kleinere Schnittwunden oder einen Kreislaufkollaps gegangen. Alkoholbedingte Einsätze seien weniger zu vermelden. Scholl bilanzierte, das Konzept einer Technischen Einsatzleitung vor Ort habe sich bewährt. Die Kooperation mit Polizei und anderen Einsatzkräften sei gut verlaufen. Vom Faschingsumzug in Schlüchtern vermeldete das DRK gar keinen Einsatz.

Erheblich alkoholisiert und ohne Führerschein wurde am Freitagmorgen um 9.30 Uhr ein Autofahrer von einer Polizeistreife erwischt. Die Beamten kontrollierten den Audi-Fahrer aus Birstein auf der Landesstraße zwischen Unterreichenbach und Rabenstein. Dieser war „sehr stark alkoholisiert“ . Im „strafrechtlich relevanten Bereich“ war auch die Alkoholmenge, mit der ein 57-jähriger Steinauer gegen 0.45 Uhr in der Vogelsbergstraße in Steinau am Steuer seines Fahrzeugs angetroffen wurde. Der Führerschein wurde eingezogen.

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