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Ekel-Wurst im Hotel gefunden

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Main-Kinzig-Kreis - Der Skandal um die Fleischfabrik Wilke aus dem Kreis Waldeck-Frankenberg zieht sich bis in den Main-Kinzig-Kreis. Wie der Landkreis bestätigt, sei Wurst aus der inzwischen geschlossenen Fabrik in einem Hotel im Main-Kinzig-Kreis entdeckt worden.

Diese hätte durchaus auf dem Frühstücksbuffet landen können. Der Kreis geht davon aus, dass sie auch konsumiert worden ist.

Skandal von Anfang Oktober

Der Skandal um die unhygienische Fleischverarbeitung war Anfang Oktober öffentlich geworden, nachdem in Wilke-Produkten Bakterien gefunden worden waren, die für den Menschen lebensgefährlich sein können. Diese Funde wurden mit zwei Todesfällen durch Listerien in Verbindung gebracht. Daraufhin hatte es eine Rückrufmeldung für alle Produkte der Firma Wilke gegeben. Dieser sei die Lebensmittelüberwachungsbehörde des Main-Kinzig-Kreises auch unverzüglich nachgegangen, vorhandene betroffene Ware sei zurückgesendet oder sichergestellt worden, teilt der Beigeordnete und Gesundheitsdezernent Winfried Ottmann mit. Deshalb sei es unverständlich, dass so lange danach noch Wilke-Wurst bei einer Routinekontrolle aufgetaucht sei. Dabei sei diese leicht zu erkennen, da auf der Verpackung der Herstellername aufgedruckt sei.

Ware beschlagnahmt

Wie die Kreispressestelle bestätigt, wurde die Ware beschlagnahmt und ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den Hotelbetrieb eingeleitet. Zum Namen des Hotels und seinem Standort will sich der Kreis nicht äußern. Allerdings sei nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren anhängig, das das Hotel teuer zu stehen kommen könnte. Mit mindestens 350 Euro Strafe sei zu rechnen.

Kontrollen wurden verschärft

Der Kreis sei alarmiert und habe die Kontrolle verschärft, um weitere Fälle auszuschließen. Bei den Kontrollen sollen weitere Verstöße ermittelt worden sein. In einem Fall sei einem Unternehmen sogar die Produktion von Wurst- und Fleischwaren vorübergehend untersagt worden. / KN

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