Erste Corona-Tote im Main-Kinzig-Kreis

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Main-Kinzig-Kreis - Eine Seniorin aus dem Main-Kinzig-Kreis ist an den Folgen des Coronavirus gestorben. Das teilt die Kreispressestelle am Donnerstagabend mit.

„Eine Person (Jahrgang 1927), die am Mittwoch als positiv gemeldet wurde, ist am Donnerstag im familiären Umfeld an den Folgen der Lungenkrankheit gestorben“, heißt es vonseiten des Kreises.

Wie nun Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa) bestätigt, handelt es sich um eine Frau aus Hanau. Die über 90 Jahre alte Seniorin ist nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.

Die Seniorin habe sich in häuslicher Quarantäne befunden, teilte Kaminsky mit. Das Sozialministerium hatte zuvor am Donnerstag hessenweit sechs auf den Erreger Sars-CoV-2 zurückzuführende Todesfälle gemeldet. Der Todesfall in Hanau sei in dieser Statistik nicht mit aufgeführt, sagte eine Ministeriumssprecherin.

Oberbürgermeister äußert Kritik

Kritik übte Kaminsky an dem von Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) vor einer Woche mit der Führung des Planungsstabes „Stationäre Versorgung von Covid-19-Patienten“ beauftragten Ärztlichen Direktor des Frankfurter Uni-Klinikums, Jürgen Graf.

Dieser habe bisher keine Aufgabenstellungen und keine Informationen kommuniziert. Ebenso warte Hanau auf Schutzausrüstungen und Atemschutzmasken für Kliniken, Alten- und Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, Jugendamt, Feuerwehr, Arztpraxen und deren Mitarbeiter, die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zugesagt worden waren.

19 neue Fälle am Mittwoch

Nachdem am Mittwoch 19 neue laborbestätigte Coronavirus-Fälle gemeldet wurden, sind es am Donnerstag sechs weitere Infektionen, erklärte indes die Kreispressestelle zu den aktuellen Zahlen.

98 Personen in Quarantäne

Damit liegt die Gesamtzahl der registrierten Erkrankungen im Main-Kinzig-Kreis insgesamt bei 106. Davon befinden sich 98 Personen derzeit noch in Quarantäne, acht Personen werden inzwischen stationär behandelt, davon zwei auf der Intensivstation.

Laut Auskunft des Gesundheitsamtes könnten in den kommenden Tagen einige Personen als gesund wieder in das Alltagsleben zurückkehren. Voraussetzung ist eine fachliche Bestätigung durch die Behörde, dass keine Gefahr der Übertragung mehr besteht, heißt es.

Das kann durch einen abschließenden negativen Test oder nach einer entsprechend langen Zeit ohne Symptome erfolgen. / jev

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