Symbolfoto: Jens Büttner/dpa

Faschings-Videodreh mit Folgen – 29-Jähriger aus dem Bergwinkel muss Geldstrafe zahlen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Steinau - Wenn der Steinauer Karneval-Verein alljährlich am Faschingssamstag zum bunten Narrenumzug in die Grimm-Stadt einlädt, kommen stets Tausende Menschen zum fröhlichen Feiern. Ein Einheimischer hat die Sache mit dem Spaß aber völlig fehlgedeutet und für seine eigenen Interessen missbraucht – und wurde angezeigt.

Der Angeklagte drehte von dem lustigen Narrenvolk ein Video und nahm bei den Aufnahmen besonders eine Frau ins Visier. Das Ganze kommentierte er mit unflätigen Kommentaren gegenüber der Dame und verbreitete das Werk im Bekanntenkreis.

Irgendwann landete das Video auch beim Opfer, das darüber wenig erfreut war und Anzeige erstattete. Die Staatsanwaltschaft Hanau sah die Vorwürfe als berechtigt an und schickte dem 29-Jährigen einen Strafbefehl mit einer Geldauflage. Der Tatvorwurf lautete auf „Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch Bildaufnahmen“.

Dagegen legte der Beschuldigte Einspruch ein. Deswegen sollte er sich nun vor dem Amtsgericht Gelnhausen und Richter Thomas Russell verantworten. Doch der Steinauer blieb unentschuldigt dem angesetzten Termin fern. Auch nach einer Viertelstunde Wartezeit war im Sitzungssaal 124 nichts von ihm zu sehen.

Lediglich das Opfer war pünktlich erschienen. Also verwarf der Vorsitzende den Einspruch, so dass der Strafbefehl gegen den Mann wieder seine Gültigkeit hat. Wie hoch die ausgesprochene Geldstrafe ist, wurde vor Gericht nicht mitgeteilt. / ls

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