Fotos: D. Schneider

Faschingsumzug Freiensteinau: 53 Motivwagen, Fußtruppen und Kapellen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Freiensteinau - Auch im 119. Vereinsjahr verstanden es die Freiensteinauer Fastnachter des Karnevalvereins Kikiriki trotz Sturmwarnung und Regenschauer den Höhepunkt des Straßenkarnevals stimmungsvoll und sehenswert zu gestalten.

Von einer Absage wurde abgesehen, weil keine großen Wagen mitfuhren und es ja für schlechtes Wetter passende Kleidung gibt. Und so zeigten sich die Tollitäten zusammen mit den Verantwortlichen um Vorsitzenden Carsten Hofmann bestens gelaunt und Bonbon werfend auf dem großen Motivwagen an der Spitze des 53 Motivwagen, Fußtruppen und Musikkapellen umfassenden Karnevalszugs.

Trotz schlechter Witterung – bis auf die letzten Meter in der Ahlstraße blieb der Regen aus – sprang der Funke der Begeisterung auf die bunt kostümierten Narren am Straßenrand über, die tanzend und schunkelnd dem Lindwurm zujubelten. Wie in den Jahren zuvor versorgten Reinhold Merz und Torben Schaaf die Zuschauer mit Informationen zu den Zugnummern.

Narren aus nah und fern

Die Narren aus nah und fern, von Eschenrod bei Schotten bis nach Altengronau, zeigten mit ihren Motivwagen einen facettenreichen Querschnitt durch lustige, aber auch nachdenkliche Themen der Gegenwart. Während die Narren aus Radmühl als James Bond auftraten, feierte der Rote Hahn aus Lichenrod, woher das Freiensteinauer Prinzenpaar stammt, 33 Jahre Faschingsveranstaltungen im Oberland.

Bannerod und der Karnevalverein aus Lauterbach feierten ihre 90 Jahre, und die Ulmbacher Jugend zeigte mit ihrem Thema „Flughafen“, dass in Steinau eine Landebahn fehlt. Die Steinzeit nahm die Uerzeller „Drecksbagage“ aufs Korn, während der Kinderfaschingswagen aus Uerzell-Neustall den Waldlife hervorhoben.

Thema Zirkus beim Motivwagen aus Flieden

Mit „Du kannst nicht immer 17 sein, einmal, da wirst du 70 sein“ machte das Pflegeheim Reul in der Steingasse auf sich aufmerksam. Zirkus war das Thema eines großen Motivwagens aus Flieden. Auch der aus Hauswurz stammende große Prinzenwagen war nicht zu übersehen. Als Köche wussten die Fleschenbacher Kümmel-Lümmel zu gefallen, die mit ihrem Prinzenpaar angereist waren.

„Nach Meisterschaften im Corona-Fieber“ – so wurde bei der SG Freiensteinau weniger das Virus als der Gerstensaft ins Visier genommen. Eine Fußgruppe aus Weidenau stellte den Wolf zusammen mit ihrem Rotkäppchen in den Mittelpunkt. Der Tauchverein Ober-Moos gefiel mit seinen „Meerjungfrauen“.

Ausgelassene Feier im Bürgerhaus

Nach dem großen Fastnachtsumzug mussten die Narren noch lange nicht nach Hause gehen. Besonders die närrischen „Hot-Spots“ am und im Bürgerhaus oder auch das Zelt im Unteren Brückenweg der SG boten reichlich Gelegenheit, den Fasching ausgelassen zu feiern. / ds

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