Landrat Thorsten Stolz (von links) mit den Lebensretterinnen Lisa Hommel, Mona Allmeritter und Saskia Drießlein sowie Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Silvio Franke-Kißner, Leiter des Amtes für Sicherheit, Ordnung, Migration und Integration. / Foto: MKK-Pressestelle

Frauen retten Mann das Leben – Würdigung vom Landrat

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hanau - Lisa Hommel, Mona Allmeritter und Saskia Drießlein haben einem Mann das Leben gerettet, der in der Kfz-Zulassungsbehörde in Hanau einen Herzstillstand erlitt. Nun wurden sie dafür vom Landrat gewürdigt.

In einer Pressemeldung des Main-Kinzig-Kreis wird die Situation wie folgt geschildert: Ein Besucher der Kfz-Zulassungsbehörde des Main-Kinzig-Kreises in Hanau war im Wartebereich zusammen gebrochen: Herzstillstand. Martina Löffler, Mitarbeiterin des Sicherheitsdienstes, bemerkte, dass mit dem Mann etwas nicht stimmte und er große gesundheitliche Probleme hatte.

Sie verständigte deshalb die Mitarbeiterinnen der Zulassungsbehörde und ihren Kollegen Milenko Filipic. Mona Allmeritter eilte zu dem Bewusstlosen und begann mit der Herzdruckmassage und künstlicher Beatmung, Saskia Drießlein verständigte den Rettungsdienst. Lisa Hommel kümmerte sich darum, dass der Wartebereich geräumt wird. Der Mann überlebte.

Großer Respekt für Helferinnen

Für ihren vorbildlichen Einsatz wurden diese Lebensretter nun von Landrat Thorsten Stolz im Beisein von Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky öffentlich belobigt. Es ist das erste Mal für den Landrat, dass er diese Form der staatlichen Anerkennung für eine Rettungstat aussprechen darf.

„Ohne Ihre schnelle Hilfe hätte dieser Mensch wohl nicht überlebt, das haben uns Ärzte und Rettungsdienst erklärt“, sagte der Landrat. Er sei sehr dankbar, solche beherzten und couragierten Mitarbeiter zu haben, ihnen gebühre großer Respekt. Thorsten Stolz überreichte stellvertretend für das gesamte Team Urkunden des Landes Hessen an Mona Allmeritter, Lisa Hommel und Saskia Drießlein.

Vorbilder für andere

Thorsten Stolz und Claus Kaminsky zeigten sich beeindruckt vom schnellen und professionellen Handeln der Beteiligten. Diese agierten gerade so, als hätten sie den Ablauf vorher geübt. Der medizinische Notfall ereignete sich am 19. September, der Patient verbrachte nach der anstrengenden Herzdruckmassage zwei Wochen im Koma, später schloss sich eine Reha-Behandlung an. „Sie sind Vorbilder für andere“, sagte Claus Kaminsky zu den drei Frauen.

Bei seinen Lebensrettern hat sich der Mann mittlerweile persönlich bedankt. Ihm fehlen die Erinnerungen an jene 45 Minuten, in denen Fremde um sein Leben kämpften. Umso dankbarer ist er für dieses Geschenk. Aber auch bei den Lebensrettern hat der hochemotionale Einsatz einen tiefen Eindruck hinterlassen. „Es war leichter, es zu verarbeiten, weil wir wussten, dass der Mann es geschafft hat und es ihm heute wieder gut geht“, sagte Lisa Hommel.

Auch Ungeübte können Leben retten

Der Notfall, der sich im vollbesetzten Wartebereich der Zulassungsbehörde ereignet hat, zeige einerseits, dass jeder einmal in die Lage kommen kann, auf Hilfe anderer angewiesen zu sein. Aber auch, dass es selbst Ungeübten gelingen kann, Leben zu retten. „Wichtig ist, sofort damit zu beginnen“, machte Landrat Stolz deutlich. / sec

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