Ein bis heute vertrauter Anblick: Das zuletzt 1980 umfassend umgebaute Freibad in Schlüchtern.
+
Ein bis heute vertrauter Anblick: Das zuletzt 1980 umfassend umgebaute Freibad in Schlüchtern.

Anderlitschek ging als erster „baden“

Wiedereröffnung des Freibades in Schlüchtern vor 40 Jahren - Staatssekretär übergibt Förderbescheid

Wenn am Mittwoch der Staatssekretär den Förderbescheid überbringt, dann jährt sich zum 40. Mal der Umbau des Freibades Schlüchtern. 

Schlüchtern - Monatelang haben die Stadtväter auf die Landeszuwendung coronabedingt warten müssen. Am Mittwoch übergibt Hessens Finanzstaatssekretär Dr. Martin Worms (parteilos) vor geladenen Gästen endlich den Förderbescheid aus dem „Swim“-Programm in Höhe von einer Million Euro an Bürgermeister Matthias Möller (parteilos).

Vor gut 40 Jahren wurde das Freibad in Schlüchtern wiedereröffnet und der Bürgermeister ging „baden“

Am 8. Juli 1980 – also gut 40 Jahren – gab es schon einmal Grund zur Freude. Da wurde das Freibad Schlüchtern nach einem grundlegenden Umbau wieder seiner Bestimmung übergeben. Festgäste waren unter anderem Sozialminister Armin Clauss (SPD), der einen Rettungsring als Geschenk mitgebracht hatte, und der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Hermann Schönfelder (CDU). Der damalige Bürgermeister Dr. Reinhold Anderlitschek (SPD) war dann der erste, der nach der Feier „baden“ ging.

Foto von den einstigen Bauarbeiten am 50-Meter-Becken.

Die „städtische Badeanstalt“ war einst 1896 eröffnet und in den Folgejahren immer wieder verbessert, renoviert und erweitert worden. Als die Stadt verpflichtet wurde, eine „Umwälzanlage“ einzubauen, um alle Bereiche des Beckens mit Frischwasser zu versorgen, wurden Nägel mit Köpfen gemacht und das Bad mit einem 50-Meter-Becken neu gebaut. Die geschätzten Kosten beliefen sich auf gut zwei Millionen Mark. Nach Abzug allerlei Fördergelder von Bund, Land und Landkreis blieb ein städtischer Anteil von rund einer Million Mark übrig.

Umbau- und Sanierungsarbeiten des Schlüchterner Freibads dauerte damals fünf Jahre

Noch vor seinem Sprung ins Becken freute sich Bürgermeister Anderlitschek: „Dieses Stadtbad kann man getrost einen Ort der Gesundheit nennen. Denn es wird vielen Menschen wieder die Möglichkeit bieten, die drei Heilmittel Ruhe, Sport und Freude für nur wenig Geld immer wieder zu erhalten.“

Auch wenn die Schlüchterner heute eine Verzögerung bei den geplanten Umbau- und Sanierungsarbeiten beklagen, so sei ihnen zum Trost gesagt: Damals ging es auch nicht schneller. Denn schon 1975 war der Umbau geplant worden. Doch es dauerte noch geschlagene fünf Jahre, bis die Eröffnung feierlich gewürdigt werden konnte – so lange dauert es diesmal hoffentlich nicht. (ag)

Das könnte Sie auch interessieren