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Da war noch alles gut: Badespaß im Bad Sodener Freibad. (Archivbild)

Kein Badevergnügen

Freibäder im Kinzigtal öffnen nicht vor dem 1. Juli

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Selbst bei einer entsprechenden Verordnung des Landes halten es die vier Bürgermeister von Sinntal, Schlüchtern, Steinau und Bad Soden-Salmünster (kurz: die 4-S-Kommunen) für „unrealistisch, dass die Freibäder vor dem 1. Juli (Beginn der Sommerferien) öffnen können“.

Main-Kinzig-Kreis - Dies erklärte stellvertretend für seine Kollegen Bürgermeister Dominik Brasch aus Bad Soden-Salmünster auf Anfrage unserer Zeitung. Er fügte an, „zum aktuellen Zeitpunkt können keine verbindlichen Aussagen zur Öffnung der Freibäder getroffen werden“.

Gemeinsam mit den weiteren Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern im Main-Kinzig-Kreis habe man sich darauf verständigt, „nach Möglichkeit eine gleichgelagerte Umsetzung zum Thema Öffnung/Schließung der Bäder zu finden“.

Öffnung vor Juli unrealistisch

Voraussetzung sei ohnehin zunächst eine entsprechende Anpassung der Verordnung des Landes Hessen, betont Brasch. Nach dem Dafürhalten der 4-S-Kommunen müsse diese „frühzeitig angekündigt werden, da die Inbetriebnahme eines Freibades einen mehrwöchigen Vorlauf benötigt und nicht über das Wochenende umgesetzt werden kann“. Deshalb scheint es den vier Bürgermeistern „zum jetzigen Zeitpunkt unrealistisch, dass die Freibäder vor dem 1. Juli öffnen können“.

Brasch weist außerdem darauf hin, dass eine stufenweise Öffnung unter Einhaltung strenger Sicherheits- und Hygieneregeln zu einem erhöhten Personalaufwand führen würde, „was unsere Kommunen vor nicht unerhebliche Herausforderungen stellt“. Brasch bittet auch im Namen seiner Kollegen „alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis, dass bei diesem, wie bei vielen Themen, keine unüberlegten und vorschnellen Lockerungen und Aussagen angebracht sind und gemacht werden können. Wir alle hoffen auf eine schnellstmögliche, aber vernünftige Rückkehr zur Normalität“, so Brasch.

Badegäste sollen gezählt werden

In Gelnhausen hat sich eine Gruppe von Bürgern bereits konkrete Gedanken über eine Öffnung des dortigen Barbarossafreibades gemacht – angelehnt an den im April aktualisierten „Pandemieplan Bäder“ der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen. So geht die Gelnhäuser Initiative davon aus, dass Abstandsregelungen am Eingang, eine genaue Zählung der ein- und austretenden Badegäste, Fieberkontrollen am Einlass, regelmäßige Reinigung aller Griffbereiche und konsequente Kontrollen der verfügten Maßnahmen zielführend sind.

Zu den weiteren Maßnahmen, die derzeit diskutiert werden, zählten eine Maximalzahl von rund zehn Schwimmern pro Bahn, Abtrennungen aller Bahnen und das Verbot eines längeren Aufenthaltes am Beckenrand in Gruppen.

Kommt vor der Wiederaufnahme die Testphase?

Zum Zeitplan meint die Gelnhäuser Initiative: „In der ersten Öffnungsstufe könnten die Wassersportvereine, Physio-, Reha-, Gesundheits- und Aquafitnessangebote in eine Testphase gehen“. Sollte dies klappen, so könnte die allgemeine Freigabe unter strikter Einhaltung von Hygienerichtlinien und Regeln zum Infektionsschutz erfolgen. An diesem Punkt sollten aus ihrer Sicht Familien und Ortsbürger Priorität genießen. Von großer Bedeutung sei für sei das Frühschwimmen der Risikogruppe ‚Ältere Bevölkerung (60+)‘, das mit Hilfe entsprechender Zugangsbeschränkungen unbedingt sichergestellt werden sollte.

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